Einen Fuß vor den anderen

Überall kann was wachsen.

Überall kann was wachsen.

Vor einigen Tagen befand ich mich in einem Raum voller fremder Menschen. Wir saßen rund um einen Tisch im vierten Stock eines Gebäudes mitten in Frankfurt, draußen neigte sich ein ganz normaler Arbeitstag dem Ende zu, Rushhour in der Innenstadt, Verkehrslärm drang durch die gekippten Fenster. Selten in meinem Leben war draußen so sehr draußen.

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Tschüss, Harry Rowohlt

Harry Rowohlt auf der Frankfurter Buchmesse 2012

Harry Rowohlt auf der Frankfurter Buchmesse 2012. Foto: Monika Gemmer

Noch einer, den die Welt vermissen wird: Harry Rowohlt, Übersetzer, Schriftsteller, Schauspieler und streng katholischer Atheist, ist gestern gestorben.

Zum Abschied habe ich noch einmal meinen Zusammenschnitt eines Gesprächs mit Denis Scheck auf der Buchmesse 2012 herausgekramt. Darin erzählt Harry Rowohlt unter anderem von einem amüsanten Frage-Antwort-Dialog mit dem US-Autor Kurt Vonnegut und über seine Nervenkrankheit.


Und dann natürlich noch das: Erna, der Baum nadelt. Der großartige Harry Rowohlt liest den großartigen Robert Gernhardt.

Moselradweg von Trier nach Koblenz

Ist das Moselromantik oder was? Blick auf den Weinort Burg nördlich von Traben-Trarbach.

Ist das Moselromantik oder was? Blick auf den Weinort Burg nördlich von Traben-Trarbach.

Premium-Radroute! Beliebtester Radweg Deutschlands! 1a-Genussradeln für Groß und Klein zwischen Wasser und Weinbergen! Beschreibungen des Moselradwegs strotzen nur so von Superlativen. Wir haben uns selbst ein Bild gemacht und festgestellt: Der Moselradweg ist an vielen Stellen tatsächlich superschön, an manchen eher so mittelschön und hier und da  fast gar nicht schön. Aber das ist wirklich selten. Alles in allem wird der Moselradweg seinem guten Ruf vielerorts gerecht – wo genau (und wo nicht), das erzählt dieser persönliche Reisebericht.

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Pageflow: Die Droste-Homestory

Eine Multimedia-Reportage aus dem Rüschhaus.

Eine Multimedia-Reportage aus dem Rüschhaus.

Erstmals ist es gelungen, die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff zu einer Homestory zu bewegen. :) Verbringen Sie ein paar Tage im Rüschhaus!

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Auf den Zwischendecks

Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben gehen viele von ihnen an Bord des Schiffes. Als es sinkt, mitten auf dem Meer, kämpfen sie verzweifelt ums Überleben – doch für die meisten gibt es keine Rettung. Sie ertrinken oder erfrieren im kalten Wasser. Vergessen werden sie nicht: Die Welt nimmt an ihrem Tod Anteil. Noch 100 Jahre später wird sie das tun.

Oh, Sie dachten womöglich, es ginge hier um die Menschen, die in diesen Tagen auf das Mittelmeer wagen, weil sie in Europa auf eine Chance zum Überleben hoffen, und vor den Toren dieser Festung, in der wir uns eingerichtet haben, den Tod finden? Nein. Es geht um die Opfer des Untergangs der Titanic. In Speyer ist derzeit eine Ausstellung zu sehen, die sich dem Mythos Titanic, den Schicksalen der Passagiere und den Funden widmet, die in den letzten Jahren aus knapp 4000 Metern Tiefe vom Grund des Atlantiks geborgen worden sind. Wir wissen viel über die rund 1500 Frauen, Männer und Kinder, die der berühmte Ozeanriese mit ins Grab zog. Die meisten waren Auswanderer – einige hatten ihr Glück in einem anderen Land bereits gemacht, andere wollten es gerade versuchen.

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“Ist das Journalismus oder kann das weg?”

Storyfied: Der Frankfurter Tag des Onlinejournalismus 2015. Mit Mut zur Lücke. ;) 

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Was ich auch diesmal wieder nicht verstehe

… das ist, wo genau sich in dem Satz “Die anderen machen’s doch auch” das Argument versteckt.

“Der Name (des Kopiloten) ist ohnehin auf dem Markt, dann können wir ihn jetzt auch nennen” scheint mir dabei noch die ehrlichste Formulierung. Denn nur darum geht es: Den Markt abschöpfen. Alles rausholen, was geht. Ein größtmögliches Stück vom Kuchen abschneiden. All das andere Gerede von “Trauerarbeit”, “Aufklärung”, “Auftrag”, “Leserinteresse”, “Dienst an der Wahrheit”, “das Unfassbare fassbar machen”,  ist nicht als das: Gerede, das verdecken soll, dass es ums eigene Geschäftsmodell geht.

Und leider hat sich Grenze zwischen Boulevard und Nicht-Boulevard dabei wieder ein Stück weiter verschoben.

Es gibt aber auch lesenswerte Texte zur Berichterstattung rund um Flug 4U9525:

Rüschhaus und Hülshoff im Zeitraffer

Eine Ente nimmt den Wassergraben vor Burg Hülshoff wieder in Besitz, nachdem die Fontäne abgestellt wurde, und dreht wie demonstrativ ihre Runden. Flugzeuge am Himmel ziehen Bahnen wie Sternschnuppen. Wölkchen reißen aus und wehen ihrer eigenen Wege. Die untergehende Sonne lässt die Schatten der Bäume auf der Fassade des Teehäuschens wandern.

Das sind meine Lieblingsstellen in meinem* kleinen Film mit Fotos und Zeitraffer-Aufnahmen von Rüschhaus und Burg Hülshoff:

* nur echt mit dem Fussel oben links auf dem Sensor! :)