Die weltweit erste Droste-App ist da!

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Das Multimedia-eBook über Annette von Droste-Hülshoff hat eine kleine Schwester bekommen: Meine Smartphone-App für alle Freundinnen und Freunde der Dichterin führt zu ausgewählten Droste-Orten in Westfalen. Mit „Droste to go“ habe ich mir selbst ein Geschenk gemacht. In Kürze werde ich wieder einmal nach Münster aufbrechen – und dafür wollte ich die gesammelten Infos, Bilder und Routen unterwegs schnell griffbereit haben. Da dachte ich mir: Statt das ganze Zeugs nur in irgendeine Cloud zu legen, könnte ich doch gleich eine App daraus machen.  Dann haben wir alle was davon. :)

Was die Droste-App bietet:

Sie stellt Orte in Westfalen vor, die mit der Dichterin in Verbindung stehen: Anwesen, in denen sie selbst lebte; Wohnsitze ihrer Verwandten, Freundinnen, Bekannten, die sie häufig besuchte; Kirchen, die sie regelmäßig zum Gottesdienst aufsuchte. Auch ihre Leihbibliothek in Münster und eine Gartenwirtschaft vor den Toren der Stadt, in der sie beim Wein saß, sind vertreten. Alle vorgestellten Orte sind als übersichtliche Liste und auf einer Karte verzeichnet, zu vielen gibt es Originalzitate, so dass sich die Umgebung mit den Augen Annettes betrachten lässt. Nutzer, die der Droste-App ihren aktuellen Standort anvertrauen, bekommen die Route und eine detaillierte Wegbeschreibung – wahlweise mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.

Screenshots: Droste-Orte in Bildern, Texten, Zitaten

Ebenfalls beigepackt habe ich sechs Touren auf den Spuren der Dichterin, darunter ein Rundwanderweg zwischen Rüschhaus und Hülshoff, der sich an der Wegführung orientiert, die auch Annette ihrerzeit genommen hat, um vom Witwensitz bei Nienberge (den sie mit ihrer Mutter bewohnte) zum Stammsitz der Familie in Havixbeck zu kommen. Für einen Droste-Stadtrundgang habe ich auf 4,5 Kilometern zehn Adressen in der Innenstadt von Münster miteinander verbunden, die mit der Dichterin zu tun haben. Die Wohnsitze der Familie mütterlicherseits im Paderborner Land kann man auf meiner Fahrrad-Tagestour in Brakel kennenlernen: Annette hat viele Sommer hier verbracht, und hier findet sich auch Bellersen, das historische Vorbild für das „Dorf B.“ aus der Kriminalnovelle „Die Judenbuche“. Natürlich fehlen auch die Fahrradwege zwischen Münster und Rüschhaus bzw. Hülshoff nicht.

Screenshots: Routenplaner und Droste-Touren

Wie die Droste-App funktioniert

„Droste to go“ ist eine Webapp. Sie muss also nicht installiert werden und sollte somit in jedem aktuellen Browser laufen  – am besten natürlich in mobilen Browsern unter iOS (iPhone, iPad) und Android. Auch über Desktop-PCs ist sie zu bedienen, auch wenn das natürlich nur eingeschränkt sinnvoll ist.

Für die, die es genauer wissen wollen: Die App ist mit jQuery Mobile geschrieben, einem ziemlich praktischen HTML5-Framework, das auf jQuery aufsetzt. Hier gibt es ein umfangreiches Tutorial dazu. In Kurzfassung: jQuery Mobile stellt mit HTML, CSS und Javascript programmierte Bausteine zur Verfügung, die optimiert sind für gesten-gesteuerte Anwendungen – von Navigationen und Toolbars über aufklappbare Listen, Slider, Buttons, ein- und ausblendbare Sidebars (Panels), Formularen usw., bis hin zu den Ajax-Animationen,  mit denen neue Inhalte quasi im „App-Style“ nachgeladen werden.  Ajax sorgt dafür, dass nicht die komplette Seite geladen werden muss, sondern immer nur der Inhaltsbereich, der gebraucht wird. Gerade letzteres kann allerdings auch seine Tücken haben. So habe ich an einigen Stellen bewusst auf Umblätter-Effekte wie „fade“ oder „flip“ (hier mehr darüber) verzichtet, um sicherzustellen, dass immer alle Scripte geladen werden, die die jeweilige Karte benötigt. Das hat zur Folge, dass die Webapp nicht so nativ daherkommt, wie sie könnte. Sei’s drum. Trotzdem wünsche ich uns viel Spaß damit!

Wo es die Droste-App gibt:

Hier: www.nach100jahren.de/webapp/index.html

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