Karten-Visualisierung: Drei Tools im Test

Wenn es in Statistiken um Ländervergleiche geht, bietet sich oft eine Heatmap oder Choroplethenkarte zur besseren Verständlichkeit an – eine Gebietsstufenkarte, auf der die verschiedenen Länder oder Regionen je nach Wert unterschiedlich intensiv eingefärbt sind. Regionale Unterschiede oder auch mögliche Zusammenhänge lassen sich damit auf einen Blick erfassen. Dieser Tage legte das Statistische Bundesamt zum Beispiel Zahlen aus 2010 zur Armutsgefährdung in den EU-(und einigen Nicht-EU-)Staaten vor – eine Gelegenheit, mal das eine oder andere Werkzeug für das Erstellen interaktiver Karten jenseits von Google Fusion Tables zu testen. Angeschaut habe ich mir OpenHeatMap, CartoDB und Tableau Public.

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Jüdische Frankfurter – und was aus ihnen wurde

Stolpersteine für Hermann und Paula Eschwege

Stolpersteine auf dem Weg zu meiner Arbeit: Hermann und Paula Eschwege wohnten in der Wittelsbacher Allee. Ihre Geschichte beim Klick aufs Bild.

Wohl fast jeder, der mit offenen Augen durch Deutschlands Straßen geht, ist schon einmal über einen dieser messingfarbenen Pflastersteine für Opfer des Nationalsozialismus gestolpert: “Hier wohnte” steht darauf eingraviert, gefolgt von einem Namen, dem Geburtsdatum, dem Ziel der Deportation und, soweit bekannt, dem Todesdatum. Bis zum Jahresende werden 38.000 davon verlegt sein, die meisten in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern Europas – eine mit Preisen bedachte Initiative des Künstlers Gunter Demnig.

Aus Frankfurt am Main wurden etwa 12.000 Menschen deportiert, die meisten in den Jahren 1941 bis 1945. An 700 von ihnen erinnert jeweils ein Stolperstein, eingelassen in das Pflaster vor dem letzten Wohnhaus. Doch können diese Zahlen wirklich einen Eindruck davon vermitteln, wie viele Frauen, Männer und Kinder in dieser Zeit gewaltsam aus ihrem Leben und aus der Mitte einer Stadtgesellschaft gerissen wurden? Die Opfer der Nazis lebten nicht irgendwo abgeschirmt, sondern waren Nachbarinnen und Nachbarn, im Westend, in Bockenheim, im Gallus, in Sachsenhausen, im Nordend, in Eschersheim, im Ostend, in Höchst. Wohin wurden sie verschleppt, nachdem die Nazi-Schergen sie im Morgengrauen aus ihren Wohnungen geholt und zu Sammelstellen wie der Großmarkthalle getrieben hatten? Wie viele Menschen deportierte die Gestapo nach Theresienstadt, nach Lodz, Kaunas, nach Auschwitz, Majdanek und in andere Ghettos und Konzentrationslager? Wem gelang die Flucht? Wie viele nahmen sich das Leben?

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Hier blitzt die Frankfurter Polizei

Eine einfache Tabelle mit Daten, die von der Polizei zur Verfügung gestellt wurden, wird zu einer Blitzer-Karte

Eine einfache Tabelle wird im Handumdrehen zu einer Blitzer-Karte

Ein einfaches Beispiel für lokalen Datenjournalismus mit hohem Nutzwert: Eine Karte, auf der die Orte der Geschwindigkeitsmessungen in einer bestimmten Woche eingezeichnet sind. Die Daten stellt die Polizei zur Verfügung, sie werden in eine einfache Tabelle übertragen und mit Hilfe von Google Fusion Tables als Karte ausgegeben.

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Badeseen im Rhein-Main-Gebiet

Tabelle: Badeseen in Rhein-Main

Tabelle: Badeseen in Rhein-Main

Ein weiteres Beispiel für Datenjournalismus im Lokalen, diesmal in einer Form, die sich alljährlich wieder verwerten lässt, sofern man die Daten aktuell hält. Ich habe eine Karte erstellt, die umfassend Auskunft über die Badeseen der Rhein-Main-Region gibt: Lage, Wasserqualität, Ausstattung, Parkplätze, Eintrittspreise … Hintergrund ist eine Tabelle bei Google Fusion Tables. Die Daten zur Wasserqualität stellt das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie zur Verfügung.

Auf der Karte ist der Zustand an der Markerfarbe zu erkennen: Grün steht für eine ausgezeichnete, gelb für gute, violett für ausreichende Wasserqualität. Rot sind Seen markiert, zu denen keine behördlichen Angaben zur Wasserqualität vorliegen.

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Die besten (und die schlechtesten) Orte der Welt für Frauen

Es ist Frauentag! In diesem Jahr habe ich für die FR eine Karte erstellt, auf denen einige der besten (und einige der schlechtesten) Orte weltweit markiert sind: Wo haben Frauen die größte Aussicht auf gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit? Wo sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Journalistinnen, Politikerinnen, für Mütter und Ehefrauen am besten? Und in welchem Land ist die Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen am größten?

Basis für die auf eine Google Map übertragenen Angaben ist der Global Gender Gap Report von 2011, in dem auch die erstaunliche Tatsache nachzulesen ist, dass Lesotho in Sachen Gleichberechtigung weiter ist als Deutschland.


Die besten (und schlechtesten) Orte für Frauen auf einer größeren Karte anzeigen

Interaktiver Stadtplan von Paris

Besuchen Sie Paris – vom Schreibtisch aus. Die Karte zeigt ausgewählte Orte in der französischen Metropole mit Fotos und Beschreibung, erstellt mit dem Tool GMap.

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