<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>The Daily Mo</title>
	<atom:link href="http://www.dailymo.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dailymo.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2012 00:12:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Später</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2012/01/22/spater/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=spater</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2012/01/22/spater/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 21:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/?p=4375</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Tage wurde eine Nachbarin vom ASB aus ihrer Wohnung geholt. Die Männer trugen sie, im Rollstuhl sitzend, aus dem vierten Stock die Treppe herunter. Als ich in dieses Haus zog (und das war doch quasi gerade erst gestern &#8230;), traf ich die ältere Dame fast täglich im Treppenhaus &#8211; immer war sie gerade auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage wurde eine Nachbarin vom ASB aus ihrer Wohnung geholt. Die Männer trugen sie, im Rollstuhl sitzend, aus dem vierten Stock die Treppe herunter.</p>
<p>Als ich in dieses Haus zog (und das war doch quasi gerade erst gestern &#8230;), traf ich die ältere Dame fast täglich im Treppenhaus &#8211; immer war sie gerade auf dem Weg irgendwohin oder kam gerade von irgendwoher. Angebote, ihr mal was beim Einkaufen mitzubringen, lehnte sie stets dankend ab: Sie müsse in Bewegung bleiben, sagte sie. Nein, ein Umzug in eine Erdgeschosswohnung, das käme nicht in Frage. Der vierte Stock, das sei ihr Garant für Bewegung.</p>
<p><span id="more-4375"></span></p>
<p>Irgendwann sah ich sie seltener. Dann gar nicht mehr. Ein Nachbar erzählte, sie sei im Krankenhaus. Als sie zurück kam, konnte sie nur noch mühsam einen Schritt nach dem anderen tun. Vor der Haustür parkte fortan ein Rollator. Ich gab ich ihr meine Handynummer und sagte ihr, sie könne immer anrufen, wenn sie Hilfe braucht. Sie bedankte sich herzlich. Angerufen hat sie nie. Täglich kam eine eine Pflegerin. Ihr Sohn kam auch, ich sah ihn zwei oder drei Mal.</p>
<p>Nun also transportierten die Männer sie sitzend aus dem vierten Stock die Treppen herunter. Ich habe mich von ihr verabschiedet und weiß nicht, ob sie wiederkommen wird. Ich glaube, sie weiß es selbst nicht. </p>
<p>Während man so sein Leben lebt, durch seinen Alltag hetzt, sich ein Wettrennen mit der Zeit liefert und sich den Kopf über durch tausend unwichtige Dinge zerbricht, kann das Wesentliche sich auf leisen Sohlen einfach davon stehlen. Ziele, Träume, Gespräche &#8211; noch die unbedeutendste Kleinigkeit erscheint wichtiger als diese Dinge. Später! Später ist immer noch Zeit. Ist es das? Wer weiß. </p>
<p>Die Kabarettistin Monika Gruber beendet ihr aktuelles Programm mit einer traurigen Geschichte. Es geht um Einsamkeit, um Tod, um ungelebtes Leben &#8211; und um die blaue Müllsäcke, die am Ende übrig bleiben.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/5d8Dfk2w2j8?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2012/01/22/spater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nun also doch: Transparenz!</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2012/01/13/4387/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=4387</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2012/01/13/4387/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 08:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/2012/01/13/4387/</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/xgQpM02SeKg?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2012/01/13/4387/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wulff-Story</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2012/01/04/der-fall-wulff/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-fall-wulff</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2012/01/04/der-fall-wulff/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 18:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Portfolio]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/2012/01/04/der-fall-wulff/</guid>
		<description><![CDATA[Für FR und Berliner Zeitung habe ich das ganze Bundespräsidenten-Drama mit Hilfe des Kuratierungswerkzeugs Storify nacherzählt: Nach dem Klick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für FR und Berliner Zeitung habe ich das ganze Bundespräsidenten-Drama mit Hilfe des Kuratierungswerkzeugs Storify nacherzählt: Nach dem Klick.  </p>
<p><span id="more-4370"></span></p>
<p><script src="http://storify.com/FRonline/new-story.js"></Script></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2012/01/04/der-fall-wulff/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herrje, Wulff!</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2012/01/02/herrje-wulff/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=herrje-wulff</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2012/01/02/herrje-wulff/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 10:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/2012/01/02/herrje-wulff/</guid>
		<description><![CDATA[Ich weiß gar nicht, was ich mehr zum Kotzen finden soll: Dass Leute erst dann mit dem Drecksblatt Bild zu brechen drohen, wenn die negativen Schlagzeilen ausnahmsweise mal sie selbst treffen &#8211; während sie offensichtlich kein Problem damit haben, mit Springer zu kuscheln, solange die Kübel voller Mist nur über anderen ausgeschüttet wurden. Oder dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß gar nicht, was ich mehr zum Kotzen finden soll: Dass Leute erst dann mit dem Drecksblatt Bild zu brechen drohen, wenn die negativen Schlagzeilen ausnahmsweise mal sie selbst treffen &#8211; während sie offensichtlich kein Problem damit haben, mit Springer zu kuscheln, solange die Kübel voller Mist nur über anderen ausgeschüttet wurden. Oder dass Leute sich nicht schämen, später auf Diekmanns Mobilbox zu winseln, dass man das alles ja nicht so gemeint hätte, und darum betteln, Bild möge einen bitte wieder lieb haben. Wie tief kann man sinken?</p>
<p><span id="more-4367"></span></p>
<p>Arrrrgh!*</p>
<p>Ich warte seit langem darauf, dass endlich mal ein Politiker &#8211; einer nur! &#8211; das bisschen Mumm hat, Bild zum Beispiel ihre miese Volksverhetzung gegen die Griechen um die Ohren zu hauen. Ein einziger, der mal Partei ergreift gegen die tägliche Menschenverachtung, die ein deutsches Medienunternehmen zum Sport gemacht hat, und  sich vor die zahllose Opfer stellt, die jeden Tag auf der Strecke bleiben, wenn Bild mit ihnen fertig ist.</p>
<p>Stattdessen: Böses Facebook! Freche Ausländer!  Verdammte Rente mit 67 &#8211; huch, haben wir ja selbst beschlossen. Egal: Verdammte Rente mit 67! Und in dieser ganzen Kakophonie hat nicht einer mal Zeit für ein beherztes &#8220;Scheiß-Bildzeitung&#8221;? Ihr Memmen!</p>
<p>Vielleicht blauäugig, so etwas ausgerechnet von einem zu erwarten, der nichts dabei findet, sich unentwegt  von irgendwelchen Unternehmern aushalten zu lassen. Aber dass Wulff sich nur in eigener Sache zu einem Wutausbruch gegenüber Springer aufrafft und diesen dann auch noch bedauert &#8211; allein dafür gehört er zurückgetreten. Bin gespannt, wie die Wulff-Freunde in der Union das mit ihrem jede Kritik im Keim erstickenden Gefasel von der &#8220;Würde des Amtes&#8221; überein bringen.</p>
<p>*Sovill Yoga kann isch gar net gar net mache, dass misch des net uffrehscht!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2012/01/02/herrje-wulff/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Heiliger Nachmittag</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2011/12/24/heiliger-nachmittag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=heiliger-nachmittag</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2011/12/24/heiliger-nachmittag/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 11:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/?p=4358</guid>
		<description><![CDATA[Endlich. Es ist Heiligabend, und mit dem Schließen der letzten Geschäfte ändert sich der Fluss der Zeit. Sie verlangsamt sich, wie Honig, der immer zähflüssiger fließt. Der Nachmittag des 24. Dezember ist für mich das Schönste an Weihnachten. Ich schaue aus dem Fenster zu, wie das Pendel da draußen langsam ausschwingt, und dann ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich. Es ist Heiligabend, und mit dem Schließen der letzten Geschäfte ändert sich der Fluss der Zeit. Sie verlangsamt sich, wie Honig, der immer zähflüssiger fließt. Der Nachmittag des 24. Dezember ist für mich das Schönste an Weihnachten. Ich schaue aus dem Fenster zu, wie das Pendel da draußen langsam ausschwingt, und dann ist es da, dieses ganz spezielle Heiligabend-Gefühl: Jetzt nach Hause fahren.<br />
 <span id="more-4358"></span><br />
Das ist wie &#8211; naja, wie eine Art Phantomschmerz. So, wie Vianne Rocher in &#8220;Cocolat&#8221; den Drang verspürt, weiterzuziehen, wenn dieser Wind aufkommt, so zieht es mich nach Hause, am Nachmittag des Heiligen Abends. Dass dieses Zuhause schon lange nicht mehr da ist, wird daran wohl nie etwas ändern. </p>
<p>Die Sehnsucht nach dem, was mal war, ist zäh und langlebig, sie lässt sich nicht abschütteln, und inzwischen will ich das auch gar nicht mehr. Vermissen gehört zu Heiligabend wie das Glöckchen, das zur Bescherung bimmelte, und die schiefe Gesang meines Vaters. (Ok, manches fehlt mir nicht <em>soo</em> sehr.)</p>
<p>Ein bewegtes Jahr war es, wieder mal. Die Abschiede vollzogen sich diesmal im beruflichen Umfeld. Dort allerdings waren sie so zahlreich wie nie. Es dauert, bis aus einem umgepflügten Acker wieder was wächst, aber inzwischen sprießt das eine der andere Pflänzchen, und es fühlt sich noch besser an, wenn man selbst am Säen beteiligt ist. Neue Leute mit neuen Ideen sind da, das ist erfrischend und erinnert alte Säcke wie mich wohltuend daran, wie wir mal waren. </p>
<p>In diesem Jahr hab ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Auto durch eine amerikanische Großstadt gesteuert. Und zum ersten Mal Yoga gemacht. (Auch wenn &#8220;Adho Mukha Svanasana&#8221; bei mir eher nach &#8220;Fauler Hund&#8221; aussieht.) Ich hab zum ersten Mal in einer viele Jahre währenden Auseinandersetzung die Perspektive gewechselt und die Sache mit anderen Augen betrachtet. Ich bin zwei oder drei Mal über meinen Schatten gesprungen &#8211; aber sicher habe ich auch viele Gelegenheiten dazu verstreichen lassen. </p>
<p>Heute also geht&#8217;s zur erweiterten Familie. Ich schaue auf dem Weg bei meiner Mutter vorbei und zünde eine Weihnachtskerze bei ihr an. Vielleicht singe ich sogar was. Hört ja keiner, da draußen, am Rand des Dorfes. </p>
<p>Frohe Weihnachten dir und euch allen.</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/DKk9rv2hUfA?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2011/12/24/heiliger-nachmittag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gute Nacht, Frankfurt</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2011/12/03/gute-nacht-frankfurt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=gute-nacht-frankfurt</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2011/12/03/gute-nacht-frankfurt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 13:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Lokales]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/?p=4335</guid>
		<description><![CDATA[Gestern, auf dem Heimweg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern, auf dem Heimweg.<br />
[]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2011/12/03/gute-nacht-frankfurt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Trotz alledem</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2011/11/26/trotz-alledem/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=trotz-alledem</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2011/11/26/trotz-alledem/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 17:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/?p=4317</guid>
		<description><![CDATA[Nun, da die Helden meiner Jugend gerade einer nach dem anderen zu sterben scheinen, wird es Zeit, die alten Liederbücher herauszukramen, die auf Vinyl, mit den Kratzern und den großen quadratischen Umschlägen mit den eingehefteten Textseiten, in denen man früher stundenlang alle Textzeilen wieder und wieder gelesen hat, während die Platte im Hintergrund immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, da die Helden meiner Jugend gerade <a href="http://www.taz.de/!81924/">einer</a> nach dem <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/zum-tod-von-ludwig-hirsch-ein-dunkelgraues-raetsel-bis-zum-schluss-1.1217984">anderen</a> zu sterben scheinen, wird es Zeit, die alten Liederbücher herauszukramen, die auf Vinyl, mit den Kratzern und den großen quadratischen Umschlägen mit den eingehefteten Textseiten, in denen man früher stundenlang alle Textzeilen wieder und wieder gelesen hat, während die Platte im Hintergrund immer wieder von vorne lief. Und war seh ich da? Dass ich damals so genau wohl doch nicht hingeschaut haben kann.<span id="more-4317"></span></p>
<p>Was ich nämlich nicht (mehr) wusste: Der Text von Hannes Waders Kampflied &#8220;Trotz alledem&#8221; basiert auf einem Gedicht eines alten Bekannten: Ferdinand Freiligrath, Schriftsteller und Publizist der Romantik und Zeitgenosse der Droste, schrieb es 1848 unter dem Eindruck der gescheiterten Märzrevolution. Hannes Wader hat ihn nur ein wenig umgedichtet.</p>
<p>Annette von Droste mochte Ferdinand Freiligrath nicht sonderlich. &#8220;Ehrgeizig und dabei ohne Takt und innere Bildung&#8221; fand sie ihn. Wenn einer mehr sein wollte als seine Fähigkeiten ihm erlaubten, so  nannte sie das &#8220;Freiligrathisieren&#8221;. &#8220;Zu irgendeinem literarischen Amte, z.B. Redaktion et cet., soll er ja gänzlich unfähig sein&#8221;, lästerte sie. </p>
<p>Trotz alledem: Hier die erste Strophe vom Original &#8211; und die erste der Fassungen von Hannes Wader und Wolf Biermann. </p>
<blockquote><p>Das war &#8216;ne heiße Märzenzeit,<br />
trotz Regen, Schnee und alledem!<br />
Nun aber, da es Blüten schneit,<br />
nun ist es kalt, trotz alledem!<br />
Trotz alledem und alledem, trotz Wien Berlin und alledem,<br />
ein schnöder, scharfer Winterwind<br />
durchfröstelt uns trotz alledem!</p></blockquote>
<p>Hannes Wader:</p>
<blockquote><p>Wir hofften in den Sechzigern<br />
trotz Pop und Spuk und alledem,<br />
es würde nun den Bonner Herrn<br />
scharf eingeheizt trotz alledem<br />
doch nun ist es kalt trotz alledem<br />
trotz SPD und alledem<br />
Ein schnöder, scharfer Winterwind<br />
durchfröstelt uns, trotz alledem.</p></blockquote>
<p>Wolf Biermann machte daraus:</p>
<blockquote><p>Du gehst auf Arbeit und kriegst Lohn<br />
und gibst dem Boss trotz alledem.<br />
Dein Arbeitgeber nimmt ja bloß<br />
er nimmt dich aus trotz alledem.<br />
Trotz alledem und alledem<br />
Trotz Partnerschaft und alledem<br />
ein Boss bleibt Boss; er herrscht und rafft<br />
und saugt uns aus, trotz alledem.</p></blockquote>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/GwMrcTn0t8k?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2011/11/26/trotz-alledem/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zeit für&#8217;n Tag am Fluss</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2011/11/15/zeit-fuern-tag-am-fluss/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zeit-fuern-tag-am-fluss</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2011/11/15/zeit-fuern-tag-am-fluss/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 20:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/?p=4279</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-2.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-2-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4283" /></a><br />
<span id="more-4279"></span><br />
<a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4281" /></a></p>
<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-1.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-1-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4282" /></a></p>
<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-3.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-3-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4280" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2011/11/15/zeit-fuern-tag-am-fluss/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>7 Milliarden &#8211; und ich</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2011/10/31/7-milliarden-und-ich/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=7-milliarden-und-ich</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2011/10/31/7-milliarden-und-ich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 10:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/?p=4230</guid>
		<description><![CDATA[Der 3.481.517.939. Mensch auf der Erde &#8211; war ich. Naja, so ungefähr. Bei der BBC kann man sich errechnen lassen, wieviele Menschen lebten, als man auf die Welt kam, basierend auf den Daten des UN-Bevölkerungsfonds, der auf 7billionandme.org noch mehr Details zur persönlichen Statistik liefert. Schier Unglaubliches ist seit meiner Geburt geschehen. Die Weltbevölkerung hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/peeple-born-before-you-580x173.jpg" alt="" title="People born before you" width="580" height="173" class="aligncenter size-large wp-image-4240" /><br />
Der 3.481.517.939. Mensch auf der Erde &#8211; war ich. Naja, so ungefähr. Bei der <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-15391515">BBC</a> kann man sich errechnen lassen, wieviele Menschen lebten, als man auf die Welt kam, basierend auf den Daten des UN-Bevölkerungsfonds, der auf <a href="http://www.dailymo.de/www.7billionandme.org/">7billionandme.org</a> noch mehr Details zur persönlichen Statistik liefert. </p>
<p>Schier Unglaubliches ist seit meiner Geburt geschehen.  </p>
<p><span id="more-4230"></span></p>
<p> Die Weltbevölkerung hat sich verdoppelt! Als vom Schicksal bevorzugtes Menschenkind habe ich eine Lebenserwartung von 82,4 Jahren. Wäre ich statt in Deutschland in der Zentralafrikanischen Republik geboren, so hätte ich, rein statistisch, nur noch etwas weniger als zwei Jahre zu leben. Die Lebenserwartung liegt dort bei 45,9 Jahren. </p>
<p>319.782 Menschen sind am selben Tag geboren wie ich &#8211; mitten hinein in den legendären Summer of Love, den Höhepunkt der Hippiebewegung, von der ich, zugegeben, nicht allzu viel mitbekommen habe. Immerhin, ich bin zwei Wochen älter als das Farbfernsehen, und nur anderthalb Monate jünger als der erste Geldautomat. Die Mehrwertsteuer und ich gehören zum selben Jahrgang. </p>
<p>Im Jahr meiner Geburt stirbt ein Student namens Benno Ohnesorg, ein gewisser Karol Wojtyla wird zum Kardinal ernannt, und ein Chirurg wagt die erste Herztransplantation. Als ich auf die Welt komme, wird die Sekunde neu definiert (und ich schließe einen Zusammenhang dieser beiden Ereignisse nicht vollständig aus). Als ich meinen ersten Schrei von mir gebe, ist die Weltbevölkerung deutlich jünger als heute: Etwas mehr als acht Prozent sind damals über 60 Jahre alt, heute sind es 11,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt in Deutschland bei 2,1 Prozent, 43 Jahre später sind es 7,4 Prozent.</p>
<p>Manches ist besser geworden, erstaunlich vieles nicht. Die meisten Menschen sterben in unseren Breiten noch immer an denselben Krankheiten. Seit meiner Geburt sind 894.189 Tierarten ausgerottet worden. Der Mond wurde betreten, die Funkuhr und das Internet erfunden, aber noch immer hungern eine Milliarde Menschen. 2,2 Milliarden sind seit dem Tag meiner Geburt gestorben, darunter die Frau, die mich auf die Welt gebracht hat, eine Welt, die damals eine so ganz andere war.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2011/10/31/7-milliarden-und-ich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Visionen</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2011/10/18/visionen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=visionen</link>
		<comments>http://www.dailymo.de/2011/10/18/visionen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 11:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dailymo.de/?p=4173</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Tage den Film &#8220;Bobby&#8221; gesehen (Trailer), der am 4. Juni 1968 spielt &#8211; der Tag, bevor Robert Kennedy ermordet wird. Ein Episodenfilm, der sich vordergründig nicht um Kennedy dreht, sondern um sehr unterschiedliche Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen, die sich &#8211; zufällig oder nicht &#8211; an diesem Tag im Ambassador Hotel in Los Angeles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage den Film &#8220;Bobby&#8221; gesehen (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Y_dIhSOyjRs">Trailer</a>), der am 4. Juni 1968 spielt &#8211; der Tag, bevor Robert Kennedy ermordet wird. Ein Episodenfilm, der sich vordergründig nicht um Kennedy dreht, sondern um sehr unterschiedliche Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen, die sich &#8211; zufällig oder nicht &#8211; an diesem Tag im Ambassador Hotel in Los Angeles aufhalten. Hier feiert Senator Robert Kennedy den Sieg bei den Vorwahlen, und hier verkündet er gegen Mitternacht seine Entschlossenheit, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Minuten später fallen die Schüsse.<br />
<span id="more-4173"></span><br />
Bobby Kennedy dient als Dreh- und Angelpunkt, und doch ist er in dem Film kaum zu sehen. Was man sieht, sind die anderen, ihre Geschichten, ihre persönlichen Dramen, ihre Hoffnungen, ihre Enttäuschungen. Da ist der in der Hotelküche schuftende Latino, dessen rassistischer Chef ihn davon abhalten will, zur Wahl zu gehen. Seine Geschichte mag erfunden sein, seine Figur basiert auf der des jungen Mannes, der neben dem verletzten Kenndy kniet und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Assassination_of_Robert_F._Kennedy#Assassination" target="_blank">dessen Bild um die Welt gehen wird</a>. Da ist die junge Frau, die in diesem Hotel einen ihr fast unbekannten Mann heiratet, um ihn vor einem Militäreinsatz in Vietnam zu bewahren. Da sind der ehebrechende Hotelmanager und seine Frau, die im Hotel als Kosmetikerin arbeitet und buchstäblich hinter die Fassaden blickt, die ihre Kundinnen mühsam zu errichten versuchen. Da sind die beiden Wahlkampfhelfer auf ihrem ersten LSD-Trip. Und da ist die tschechische Journalistin, die um ein Interview mit dem Senator kämpft und bei Kennedys Beratern die Angst auslöst, es könnte der Eindruck entstehen, der Senator sei mit dem <strike>Teufel</strike> Kommunismus im Bunde. </p>
<p>Auf den ersten Blick haben diese Menschen wenig gemein. Am Ende dieses Tages aber stehen sie alle gemeinsam in dem Ballsaal des Hotels und hören fasziniert Robert Kennedy zu, der vom Aufbruch in eine neue Gesellschaft spricht, vom Einebnen der Gräben zwischen Kulturen und Ethnien, Wohlhabenden und Armen, Alten und Jungen. Und allen gemeinsam steht das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als diese Hoffnung innerhalb weniger Sekunden  stirbt. </p>
<p><center><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/ilZuAnBXeM8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>In der JFK Museum &#038; Library in Boston ist ein Raum dem kleinen Bruder gewidmet. Mir wurde erst dort, beim Lesen von Auszügen aus seinen Reden und Schriften, bewusst, dass Robert in vielem radikaler war als John. Er hat sich nicht nur als Justizminister mit der Mafia angelegt, er wollte Diskriminierung und Intoleranz in jeder Form beenden &#8211; im Amerika der 60er Jahre! Hätte er als Präsident seine Vision durchgesetzt? Wäre man zynisch, könnte man sagen: Er musste den Beweis ja nicht antreten.</p>
<p>Obama, der Hoffnungsträger von 2009, musste den Beweis antreten. Man kann täglich zuschauen, wie seine Visonen zwischen den Rädern des Politikbetriebs, von Kompromissen,  parteipolitischem Kalkül und Kleinklein zerrieben werden. Vielleicht wäre es einem Robert Kennedy ähnlich ergangen.</p>
<p>Und bei uns? Manchmal möchte ich die Kanzlerin fragen, und zwar ernsthaft und ohne jeden Zynismus: Ist es das, was Sie sich vorgestellt haben, als Sie in die Politik gingen? Eine Getriebene zu sein, nicht eine Gestaltende? Die Macht zu bekommen, um dann machtlos zuzusehen, dass in Wahrheit andere Kräfte walten? Zu erleben, dass jede eigene politische Handlung nicht mehr ist als eine Reaktion auf die Realitäten, auf vermeintliche Notwendigkeiten, und nur dem einen Ziel dient: das (aus Ihrer Sicht) Schlimmste abzuwenden? Eine politische Vision, falls es je eine gab, nicht einmal mehr im Ansatz zu verfolgen, weil keine Zeit zum Atemholen, kein Raum für Ideen bleibt? Haben Sie sich das wirklich so vorgestellt, Frau Merkel?</p>
<p>Vielleicht hat Sie das alles aber auch gar nicht überrascht. Visionäre, charismatische Politiker gibt es hierzulande kaum. Willy Brandt könnte einem einfallen, aber das war&#8217;s dann auch schon. Womöglich hätten Politiker diesen Schlages bei uns &#8211; im Gegensatz zu Amerika &#8211; auch gar nicht so gute Aussichten, gewählt zu werden. Im Freundeskreis haben wir uns gefragt, warum das so ist, und kamen zu der These: Der Erfolg eines Kennedy oder eines Obama beruht vor allem auf Emotionen. Deutsche Politik ist aber nicht emotional. Wer bei uns ins Kanzleramt kommt, den hat politischer Pragmatismus längst abgeschliffen. Es scheint, als neigen wir in Deutschland dazu, die Dinge realistisch zu sehen, und unsere Regierung soll das bitte auch tun. Vielleicht glauben wir einfach nicht daran, dass sich viel verändern ließe. Ja, klar, wir fänden eine andere Gesellschaft, eine bessere Welt schon irgendwie gut, und kaufen im Biosupermarkt, sofern wir es uns leisten können, um das Gewissen zu beruhigen. Im Großen und Ganzen aber finden wir uns ab, arrangieren uns und versuchen, uns inmitten des Unabänderlichen wenigstens persönlich eine gute Ausgangsposition zu schaffen. Ist das so? Ist das bei euch so?</p>
<p>Schauen wir nur deshalb so voller Sympathie auf den arabischen Frühling, weil all diese Umwälzungen so angenehm weit weg sind? Immerhin, inzwischen ist eine gewisse Aufbruchstimmung sogar in Deutschland angekommen. Das ebbt vielleicht sang- und klanglos wieder ab. Vielleicht aber auch nicht.</p>
<p><em>Occupy Frankfurt: Das Zeltlager im Bankenviertel</em><br />
<p style="text-align:center;">
              <iframe width="603px" height="403px" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" frameborder="0" name="smooth_frame_462705783" src="http://www.dailymo.de/wp-content/plugins/nextgen-smooth-gallery/nggSmoothFrame.php?galleryID=23&width=600&height=400&timed=1&showArrows=1&showCarousel=1&embedLinks=&delay=9000&defaultTransition=fade&showInfopane=&textShowCarousel=Bilder&showCarouselOpen=&margin=&align="></iframe>
            </p></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dailymo.de/2011/10/18/visionen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

