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	<title>The Daily Mo &#187; Wissenschaft</title>
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		<title>Angebissen</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 10:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht war das auch ein wenig der Nähe dieser beiden Ereignisse geschuldet, dass sich viele Texte über den Rücktritt von Steve Jobs lasen wie Nachrufe: Nach dem großartigen, unvergleichlichen Loriot verlieren wir nun auch noch den Apple-Gott! Aber Steve Jobs ist nicht gestorben, hoffentlich ist ihm noch ein langes Leben vergönnt, auch wenn sein Abschied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht war das auch ein wenig der Nähe dieser beiden Ereignisse geschuldet, dass sich viele Texte über den Rücktritt von Steve Jobs lasen wie Nachrufe: Nach dem großartigen, unvergleichlichen Loriot verlieren wir nun auch noch den Apple-Gott! Aber Steve Jobs ist nicht gestorben, hoffentlich ist ihm noch ein langes Leben vergönnt, auch wenn sein Abschied vonm Chefposten anderes befürchten lässt.<br />
<span id="more-3703"></span><br />
Ich bin kein Macianer, sondern durch und durch Windows-sozialisiert, was bedeutet, dass ich einen nicht unerheblichen Teil meines Lebens mit von Flüchen begleiteten Versuchen verbracht habe, irgendetwas wieder ans Laufen zu bringen. Irgendwann war da so viel Zeugs und Software, dass ich einen Umstieg nicht mehr in Erwägung gezogen habe. Hach, und mit zunehmenden Alter schwindet halt auch dieses furchtlose Selbstvertrauen, schon irgendwie mit allem Neuem klarzukommen, ne.  </p>
<p>Mit Apple kam ich also sehr spät in Berührung, nämlich, als ich mir den ersten iPod kaufte. Erstaunlich, wie so ein kleines (naja, im Vergleich zum Nano war der erste iPod gigantisch),  unscheinbares Ding das Leben bereichert. Kein MP3-Player hat das vorher geschafft &#8211; zu umständlich, zu fummelig, zu wenig schön. Aber dann hielt mir Steve Jobs den iPod vor die Nase, und ich hab angebissen. Dann kam das iPhone, dann das iPad (auf dem ich diesen Text schreibe), und all diese Dinge haben gemeinsam, dass sie nützlich, einfach und dazu auch noch gut aussehend sind. (Und dass auf ihnen, nebenbei, selbst meine grottigsten Fotos gut zu Geltung kommen! Dieses Geschäftsmodell würde sicher auch in anderen Branchen funktionieren: Bekleidungsherstellern zum Beispiel, die Konfektionsgrößen nach unten schummeln, würden die Klamotten doch bestimmt aus den Händen gerissen. Von mir jedenfalls. Aber ich schweife ab.)</p>
<p>Inzwischen verdiene ich meinen Lebensunterhalt unter anderem mit der Erstellung einer täglichen Magazin-App fürs iPad und arbeite im Büro sowohl an Windows-Computern als auch auch Macs.  Ich bewundere die Kolleginnen und Kollegen, die den Umgang mit Apple-Hard- und Software quasi mit der Muttermilch aufgesogen zu haben scheinen, während ich selbst regelmäßig mit den Tastaturkombinationen durcheinander komme &#8211; aber, hey, was soll&#8217;s.   </p>
<p>Diese Woche durchforstete ich die Fotodatenbank nach Steve Jobs, um seine Karriere in Bildern zu erzählen. Die alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den 70er Jahren, als er lange Haare trug, die Bilder aus den 90ern, als sein Gesicht voller war, und die Fotos der iPhone- und iPad-Präsentationen der vergangenen Jahre, auf denen er hager und ergraut ist &#8211; aber sein Blick ist über Jahrzehnte kaum verändert. Seine Augen blitzen stets wie die eines Schuljungen, der sich mit einer neuen Erfindung gerade selbst den größten Wunsch erfüllt hat.</p>
<p>Geschichten wie <a href=" http://holyfruitsalad.blogspot.com/2011/08/ich-und-steve-jobs.html"> diese</a>  habe ich sehr gern gelesen, und dass ich dort zu meiner Freude auf eine alte Freundin stieß, mit der mich unter anderem ausgerechnet ein Apple-Gerät verbindet, fügt sich gut. Immer schließt sich irgendwo ein Kreis.</p>
<p>Und das gilt auch für Loriot: Aus traurigem Anlass habe ich ein paar seiner Sendungen von Ende der 60er Jahre angeschaut und festgestellt: Alles, was Comedy-Formate wie Switch oder die Tagesshow heute machen, hat Loriot bereits damals gemacht. Oft besser. Oder besser: Bissiger.</p>
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		<title>Ein Leben im Flug</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 12:53:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flora & Fauna]]></category>

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		<description><![CDATA[Hach. Sie werden ja so schnell erwachsen, die Kleinen. Gerade erst aus dem Ei geschlüpft und schon auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Seit ein paar Wochen schaue ich zwei Mauerseglern täglich beim Erwachsenwerden zu. Das Nest, in dem Ramba und Zamba ausgebrütet wurden, steht in Basel, und der Livestream unter spyren.ch liefert Bewegtbilder in guter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hach. Sie werden ja so schnell erwachsen, die Kleinen. Gerade erst aus dem Ei geschlüpft und schon auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Seit ein paar Wochen schaue ich zwei Mauerseglern täglich beim Erwachsenwerden zu. Das Nest, in dem Ramba und Zamba ausgebrütet wurden, steht in Basel, und der <a href="http://www.spyren.ch/">Livestream unter spyren.ch</a> liefert Bewegtbilder in guter Qualität.</p>
<p>Inzwischen zählen die beiden 27 Tage Lebensalter, haben bereits die ersten Flugübungen hinter sich und sind, wenn mich nicht alles täuscht, in die letzte Phase vor dem Abflug getreten: Abmagern bis zum optimalen Fluggewicht. </p>
<p>Ginger und Fred, die Eltern, sind im Nest kaum noch zu sehen. Vermutlich haben sie sich zu den anderen Mauerseglern gesellt, die jeden Abend ihre Screaming Partys feiern und sich in den Himmel hoch schrauben &#8211; um dort zu schlafen. </p>
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		<title>I had a dream</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 06:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Als sich der amerikanische Präsident zur Wiederwahl stellte, verfiel ich &#8211; als seine engste Beraterin &#8211; auf eine Idee. Ich engagierte eine Maus, die das Talent hatte, die amerikanische Nationalhymne zu singen, ließ ihr ein Miniaturmikrofon bauen und sorgte dafür, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit bei Wahlkampffterminen ihren Auftritt hatte. Die Maus erwies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als sich der amerikanische Präsident zur Wiederwahl stellte, verfiel ich &#8211; als seine engste Beraterin &#8211; auf eine Idee. Ich engagierte eine Maus, die das Talent hatte, die amerikanische Nationalhymne zu singen, ließ ihr ein Miniaturmikrofon bauen und sorgte dafür, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit bei Wahlkampffterminen ihren Auftritt hatte. Die Maus erwies sich als Wunderwaffe, die Menschen waren begeistert. Das singende Tierchen war unbezahlbar.  Einmal, als der Präsident Besuch von der Queen hatte, änderte die Maus spontan das Programm und sang aus voller Inbrunst &#8220;God save the Queen&#8221;. Als der letzte Ton verklungen war, starrten alle Anwesenden die Königin an. Die hatte ihren Blick starr auf das Mäuschen gerichtet &#8211; und Tränen standen in ihren Augen.</p>
<p>Der Präsident wurde wiedergewählt.</p>
<p>(Manche Träume muss man einfach irgendwo festhalten, bevor sie sich im anbrechenden neuen Tag verflüchtigen.)</p>
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		<title>Als Mutter Goethe ihr Herz verlor</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 15:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lokales]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Skandale war nicht nur Johann Wolfgang Goethe gut. Noch bevor der Sohn im fernen Weimar seine wilde Ehe mit Christiane Vulpius begann, stürzte sich seine Mutter Katharina Elisabeth in Frankfurt in eine Liaison mit einem sehr viel jüngeren Mann. Mochte die Frankfurter Gesellschaft noch so die Nase rümpfen &#8211; um Frau Aja, wie Goethes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Skandale war nicht nur Johann Wolfgang Goethe gut. Noch bevor der Sohn im fernen Weimar seine wilde Ehe mit Christiane Vulpius begann, stürzte sich seine Mutter Katharina Elisabeth in Frankfurt in eine Liaison mit einem sehr viel jüngeren Mann. Mochte die Frankfurter Gesellschaft noch so die Nase rümpfen &#8211; um Frau Aja, wie Goethes Mutter von dessen Freunden genannt wurde und sie selbst viele ihrer Briefe unterschrieb, war es geschehen, als sie den jungen Mann das erste Mal erblickte. Altersunterschied hin oder her.<br />
<span id="more-1737"></span><br />
Karl Wilhelm Ferdinand Unzelmann kommt 1784 als Schauspieler an den Main, um hier zu arbeiten. Er ist 31 Jahre alt, hat bereits erfolgreich auf einigen deutschen Bühnen gestanden und gewinnt mit seinen Auftritten am Frankfurter Komödienhaus offensichtlich auf Anhieb das Herz der theaterbegeisterten 53-jährigen Katharina Elisabeth Goethe, seit drei Jahre Witwe.</p>
<p>Ihr Faible für die Schauspielerei ist legendär. Sie versäumt kaum eine Vorstellung. Noch heute erinnert man sich in Frankfurt an eine Anekdote, die Bettina von Arnim damals notiert: Als die Besucherplätze bei warmem Wetter einmal nur zur Hälfte besetzt sind, habe die Frau Rat zur Bühne gerufen: &#8220;Sie können anfangen. Ich bin da.&#8221; Und sicher ist es kein Zufall, dass sich Katharina lisabeth später, nachdem sie das Haus am Hirschgraben verkauft hat, für eine Wohnung am Roßmarkt entscheidet &#8211; in unmittelbarer Nachbarschaft zum damaligen Schauspielhaus.</p>
<p>Am 19. April 1784 hat Karl Wilhelm Ferdinand Unzelmann sein Frankfurter Debüt als Schauspieler. Im Publikum, wie immer: Katharina Elisabeth Goethe. Offenbar verliebt sie sich augenblicklich in den 22 Jahre jüngeren Mann. Man darf davon ausgehen, dass der Altersunterschied ihr nicht allzu viel Kopfzerbrechen bereitet hat: Sie selbst war 17, als sie 1748  mit dem 38-jährigen Johann Kaspar Goethe verheiratet wurde.</p>
<p>Die Witwe Goethe sucht die Nähe des jungen Schauspielers. Unzelmann macht es sich &#8220;zur Gewohnheit, nach jeder Darbietung zu ihrer Loge hinaufzuschauen&#8221;, schreibt Silke Wustmann in &#8220;Frankfurter Liebespaare&#8221;. Heiraten indes wird er im Jahr darauf eine andere: die 17-jährige Stieftochter des Theaterdirektors Großmann, Friederike Bethmann. Den Kontakt zur Frau Rat hält er dennoch aufrecht &#8211; sie ist nicht die einzige Affäre, wie es scheint. Unzelmanns junge Gattin jedenfalls glaubt, viele Gründe zur Eifersucht zu haben:</p>
<blockquote><p>Er flatterte und flunkerte überall umher, war alltäglich verliebt und allwöchentlich in eine andere, endlich sogar in die Frau Rat, die Mutter Goethes, die ihn so beherrschend gängelte, dass ich nichts ohne ihren Einfluss tun durfte. Ich war eine siebzehnjährige unbedachtsame Frau, eitel auch, und meinte: Zieht er dir eine vor, die hübscher ist als du, so wäre das zu begreifen, aber die Frau Rat! </p></blockquote>
<p>Einfluss verschafft sich Katharina Elisabeth unter anderem durch finanzielle Zuwendungen. Unzelmann hat Schulden. Goethes Mutter hilft immer wieder aus, macht Geschenke, bezahlt seine Möbel. Und sie versucht, zu schlichten, wenn der egozentrische Schauspieler wieder einmal Streit im Theater hat. Als die Auseinandersetzungen im Ensemble eskalieren, schmeißt Unzelmann hin. 1788 verlässt er mit seiner Frau die Stadt in Richtung Berlin, wo er sich einen neuen Job verschafft hat. Er geht ohne Abschied. Katharina Elisabeth Goethe bleibt zurück &#8211; bitter enttäuscht und mit gebrochenem Herzen. </p>
<p>Dann flattert ihr eine hilflos wirkende Depesche aus Berlin ins Haus:</p>
<blockquote><p>Oh Elisabeth, was habe ich getan!</p></blockquote>
<p>Doch Elisabeth will nichts hören, nicht auf seine Rückkehr hoffen. Ihre Antwort fällt deutlich aus:</p>
<blockquote><p>Oh! Täuschen Sie mich nicht wieder! Oh! Blasen Sie nicht den toten Funken wieder an – überlassen Sie mich lieber meinem Gram, der eine solche Höhe erstiegen hat, wo schwerlich was drüber geht. Bei einem Gewitter verkündigt doch der Donner die Annäherung des Blitzes – aber hier war Blitz und Schlag so eins, dass mich&#8217;s ewig wundern wird – dass mich meine Lebensgeister nicht den Augenblick alle verließen. </p>
<p>Ich weiß wahrlich nicht, ob ich nach so vielen vorhergegangenen Täuschungen, fehlgeschlagenen Erwartungen, mein Herz der Hoffnung, die mich so oft, so unendlich oft hintergangen hat, ob ich dieser Betrügerin es je wieder öffnen soll: oder ob es nicht besser ist, sie ganz zurückzuweisen, keinen Strahl davon mehr in die Seele kommen lassen  und mein voriges Pflanzenleben wieder anzufangen – ich sage es noch einmal – ich weiß es nicht. </p></blockquote>
<p>Schon im 18. Jahrhundert gilt: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die Frankfurter Gesellschaft zerreißt sich das Maul über die verlassene Witwe. Sie, die sich sonst kaum um das Gerede anderer Leute schert, die keinerlei Probleme damit hat, dass ihr Sohn ohne Trauschein mit Christiane Vulpius und dem gemeinsamen Sohn zusammen lebt &#8211; jetzt spürt sie schmerzhaft  die spöttischen Blicke.</p>
<blockquote><p>Die Qual, die ich jetzt leide, ist unaussprechlich – da begegnen mir auf allen Ecken von dem verwünschten Volk, und machen jede Rückerinnerung neu, reißen durch ihren basilisken Blick jede Wunde auf – suchen und spähen, ob in meinen Augen Traurigkeit wahrzunehmen ist – um vielleicht daran ein Gaudium zu haben – und wenn ich an die Messe denke, auf die ich mich sonst so kindisch freute, wie das Großmaul, die St., mit Schadenfreude auf mich blicken wird – und ich mich in dem Punkt so wenig verstellen kann; so weiß ich nicht, was ich tun oder lassen soll. </p>
<p>Aber eins weiß ich – das Otterngezüchte soll aus meinem Haus verbannt sein, kein Tropfen Tyrannenblut soll über ihre Zungen kommen – keine Hand will ich ihnen zur Ehre, oder zur Ermunterung rühren – kurz allen Schabernack, den ich ihnen antun kann, will ich mit Freuden tun – räsonnieren will ich, Bürgers Frau Schnips soll ein Kind gegen mir sein – denn Luft muss ich haben, sonst ersticke ich &#8230; </p></blockquote>
<p>Es gehen noch viele Briefe zwischen Berlin und Frankfurt hin und her. Unzelmann erwägt sogar eine Rückkehr an den Main. Die Frau Rat reagiert erschrocken, schreibt ihm am  16. März 1788:</p>
<blockquote><p>Vor Ihrem Herkommen fürchte ich mich – Sie können leicht begreifen warum!!! Morgen lasse ich Brandbriefe an all meine saumseelige Schuldner ergehen – und dann wird Ihrer gedenken<br />
Ihre Elisabeth.<br />
N. S. An die Frau Gevatterin meinen freundlichen Gruß.</p></blockquote>
<p>Am Ende ist es die Aussicht, seine Gläubiger wieder zu treffen, die Unzelmann aus Frankfurt fernhält. Auch bei der Frau Rat hat er Schulden, deren Begleichung sie im Laufe der Zeit offenbar mit zunehmender Vehemenz einfordert. Einmal noch &#8211; 1805, zwei Jahre nach seiner Scheidung von Friederike &#8211; kommt der Schauspieler für ein Engagement nach Frankfurt. Katharina Elisabeth Goethe notiert:</p>
<blockquote><p>Herr Unzelmann hat hier ohne Beifall drei Rollen gespielt, und das ganze Publikum wünschte ihm eine glückliche Reise.</p></blockquote>
<p>Aller Enttäuschung zum Trotz: In der Rückschau auf die gemeinsamen Jahre in Frankfurt zieht sie ein positives Fazit, schreibt ihm im Dezember 1788:</p>
<blockquote><p>Das war die glücklichste Zeit, in meinem ganzen Leben – Aber dahin ist sie geflohen, die goldne Zeit. (&#8230;) Nun leben Sie wohl, lieber Freund! Möge Ihr Glück in Berlin recht groß und glänzend und von fester Dauer sein. Erfreuen Sie mich von Zeit zu Zeit mit guten Nachrichten, und glauben, dass weder Entfernung noch Zeit Ihr Andenken erlöschen wird, bei<br />
Ihrer Freundin Elisabeth. </p></blockquote>
<p>Am 13. September 1808 stirbt Katharina Elisabeth Goethe. Karl Unzelmann lebt bis zu seinem Tode am 21. April 1832 in Berlin. Fast 100 Jahre nach dem Tod der Frau Rat fällt  1902 im Schauspielhaus am Frankfurter Theaterplatz zum letzten Mal der Vorhang. Die Abschiedsvorstellung: Goethes Iphigenie auf Tauris.</p>
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		<title>Seuchengefahr</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 09:19:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter allen schlechten Nachrichten aus Haiti ist immer wieder auch eine, die bei erfahrenen Katastrophenhelfern Kopfschütteln auslöst: Von Toten, die nicht schnellstens unter die Erde kommen, gehe Seuchengefahr aus. Richard Munz bringen Fehlinformationen wie diese nach eigenem Bekunden &#8220;fast zur Verzweiflung&#8221;. Munz ist Notfallchirurg und war in vielen Katastrophengebieten im Einsatz. Statt ob der Lernresistenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter allen schlechten Nachrichten aus Haiti ist immer wieder auch eine, die bei erfahrenen Katastrophenhelfern Kopfschütteln auslöst: Von Toten, die nicht schnellstens unter die Erde kommen, gehe Seuchengefahr aus. Richard Munz bringen Fehlinformationen wie diese nach eigenem Bekunden &#8220;fast zur Verzweiflung&#8221;. Munz ist Notfallchirurg und war in vielen Katastrophengebieten im Einsatz. Statt ob der Lernresistenz der Medien zu verzweifeln, meldete er sich bei der FR: &#8220;Entgegen den jetzigen stereotypen Meldungen gibt es kein Leichengift und Leichen nach Naturkatastrophen stellen also auch keinerlei Seuchengefahr dar&#8221;. Die gehe vielmehr von den Lebenden aus &#8211; von ihren Ausscheidungen, die, wenn Toiletten fehlen, das Trinkwasser verseuchen können. </p>
<p>Die Hektik, mit der Tote nach Katastrophen in Massengräbern beerdigt werden, habe vor allem eins zur Folge: Sie bringe Leid über Familien, die nicht wissen, wo sie ihre Angehörigen betrauern können. Seuchengefahr werde durch solchen Aktionismus nicht gebannt. &#8220;Ich werde auf jeden Fall versuchen, diese Botschaft in Haiti in jedes Mikrofon zu schreien, das mir entgegengehalten wird.&#8221; </p>
<p>Mit der Mär vom Leichengift räumt auch das <a href="http://bestatterweblog.de/archives/Leichengift/80">Bestatterblog</a> auf.</p>
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		<title>Kopfzerbrechen in Weimar</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 16:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor längerer Zeit berichtete ich an dieser Stelle über den Schädel Friedrich Schillers &#8211; ein begehrtes Relikt, so begehrt, dass sich seit nunmehr gut 180 Jahren immer wieder Menschen bereit finden, zwischen vermoderten Knochen zu wühlen, um den großen deutschen Dichter zu identifizieren. Zwei Schädel konkurrieren seither um das Privileg, einstmals Schillers Hirn beherbergt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor längerer Zeit berichtete ich <a href="http://www.dailymo.de/2005/09/27/schiller-dreht-sich-im-grabe-herum/">an dieser Stelle</a> über den Schädel Friedrich Schillers &#8211; ein begehrtes Relikt, so begehrt, dass sich seit nunmehr gut 180 Jahren immer wieder Menschen bereit finden, zwischen vermoderten Knochen zu wühlen, um den großen deutschen Dichter zu identifizieren. Zwei Schädel konkurrieren seither um das Privileg, einstmals Schillers Hirn beherbergt zu haben. </p>
<p>Inzwischen ist das Rätsel gelöst. Aber: An seine Stelle trat ein neues Geheimnis. Es steht zu vermuten, dass wir es mit einem postmortalen Verbrechen zu tun haben. Und ich habe einen fürchterlichen Verdacht, der, wenn er zutrifft, die Welt der Weimarer Klassik nachhaltig verstören wird &#8230;</p>
<p>Doch von Anfang an:  Schiller, der im Jahr 1805 mit 45 Jahren in Weimar starb, war bei Nacht in einer Gemeinschaftsgruft bestattet worden. Bei mehreren Suchaktionen im 19. und 20. Jahrhundert fanden sich unter den rund 60 in Frage kommenden Toten, die das Kassengewölbe mit Schiller teilten, neben einem einigermaßen passenden Körperskelett zwei Totenköpfe, von denen ihre Finder steif und fest behaupteten, &#8220;ihrer&#8221; sei der Schillersche. Sicherheitshalber wurden beide Schädel &#8211; nach einigen Umwegen &#8211; in der Fürstengruft auf dem Historischen Friedhof zu Weimar neben den sterblichen Überresten Goethes aufbewahrt.</p>
<p>Zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers im Jahr 2009 sollte das Rätsel nun endlich gelöst werden &#8211; schließlich hat man heute andere Möglichkeiten als weiland die Schädelforscher des 19. Jahrhunderts. Die Klassik Stiftung Weimar und der MDR (der das populäre Projekt filmisch dokumentierte) ließen also beide Schädel und das Skelett von Anthropologen und Molekularbiologen untersuchen. Das Ergebnis überraschte.<br />
<span id="more-1615"></span><br />
Der kleinere der beiden Schädel schied schnell aus: Die Wissenschaftler waren sich einig, dass er zu einer Frau gehörte, und mittels DNA-Analysen ließ sich feststellen, dass es sich um Luise von Göchhausen handelte, eine Hofdame der Herzogin Anna Amalia. Ernüchterung auch bei der Untersuchung des Skeletts: Nach Auffassung der Forscher stammten die zusammengesetzten Knochen von mehreren, vermutlich drei oder vier Individuen. Vor allem: Sie passten nicht zum Schädel.</p>
<p>Nun richtete sich alle Blicke auf den einzig verbliebenen, vermeintlichen Rest Schillers. Die Anthropologen erstellten Computertomografien von Schädel und Totenmaske Schillers, erstellten daraus 3D-Modelle und kamen nach einem virtuellen Vergleich zu dem Schluss: Perfekte Übereinstimmung. &#8220;Für mich ist das der Schädel von Friedrich Schiller&#8221;, so die beteiligte Anthropologin Ursula Wittwer-Backofen. </p>
<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/images/schiller.jpg" title="Virtueller Vergleich der Computertomografien von Schädel und Totenmaske"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/images/schiller-300x100.jpg" alt="schiller" title="schiller" width="300" height="100" class="aligncenter size-medium wp-image-1635" /></a><br />
In Weimar hielt man an die Luft an. Rechtzeitig vor dem Schillerjahr war man dem Nachweis, im Besitz des echten Dichter-Schädels zu sein, so nah wie nie zuvor. Was noch fehlte, war die DNA-Analyse, der endgültige Beweis. Da es keine direkten lebenden Nachfahren gibt, musste erneut die Totenruhe gestört werden. Zuerst wurde Schillers Schwester Christophine exhumiert, DNA-Proben entnommen und mit jenen des Totenkopfes verglichen. Keine Übereinstimmung. &#8220;Beinahe ein Schock&#8221;, heißt es in der <a href="http://www.klassik-stiftung.de/veranstaltungen/veranstaltungen-ausstellungen/ausstellungen.html?tx_konocal_pi1[sid]=1350&#038;tx_konocal_pi1[did]=0&#038;tx_konocal_pi1[y]=&#038;tx_konocal_pi1[m]=12&#038;cHash=7b82e11abe">Ausstellung &#8220;Schillers Schädel&#8221;</a>, die noch bis Ende Januar in Weimar zu sehen ist.</p>
<p>Aber: Es könnte ja sein, dass Friedrich und Christophine keine leiblichen Geschwister waren. Gerüchte darum, dass es sich bei Friedrich Schiller in Wahrheit um einen illegitimen Sohn Carl Eugens von Württemberg handelte, gab es schon lange. Ein Vergleich von DNA-Proben machte dieser Spekulation zwar ein Ende. Doch es blieb die Möglichkeit, dass Friedrich Schiller ein Adoptivkind war.</p>
<p>Also mussten Schillers Söhne herhalten. Auf den Friedhöfen von Bonn und Stuttgart wurden Ernst und Carl Schiller exhumiert. Das Ergebnis der DNA-Analysen: Beide Söhne haben dieselbe Mutter &#8211; Schillers Frau Charlotte. Und beide stammen von demselben Vater. Was nicht von diesem Vater stammt, ist der untersuchte Schädel: Keine Übereinstimmung zwischen der DNA der Söhne und der DNA des Totenkopfs.</p>
<p>Wieder ein Aber: Es könnte ja sein, dass Schiller weder der leibliche Bruder seiner Schwester noch der leibliche Vater seiner Kinder war. Und dass sein Schädel deshalb nicht &#8220;passt&#8221;. Auch dieser letzten theoretischen Möglichkeit gingen die Forscher nach, indem sie die DNA von Schillers Schwester mit jener von Schillers Söhnen verglichen. Ergebnis: Verwandte ersten Grades. Damit stand endgültig fest: Der Totenkopf, den Schädelforscher schon seit 1826 und Anthropologen bis in die heutige Zeit für Schillers Schädel halten, gehörte einem anderen.</p>
<p>In der Fürstengruft zu Weimar steht man nun vor einem leeren Sarg. Gehen wir einfach mal davon aus, dass die Menschen, deren Knochen hier jahrhundertelang verehrt wurden, diese Verehrung auf irgendeine Weise verdient haben.</p>
<p>Eines aber lässt den Forschern keine Ruhe. Wie kann es sein, dass unter einer überschaubar kleinen Anzahl von 63 Totenköpfen einer ist, der dem echen Schillerschen so verblüffend ähnelt, dass selbst Anthropologen von heute zu dem Schluss kommen: &#8220;Für mich ist das der Schädel von Friedrich Schiller&#8221;? Es scheint darauf nur eine Antwort zu geben: Schillers Totenkopf wurde gezielt gegen einen &#8220;Zwillings&#8221;-Schädel ausgetauscht. Wenn das, wie Forscher meinen, irgendwann zwischen 1805 und 1826 passiert ist, dann wären wohl unbekannte Grabräuber am Werk gewesen &#8211; die allerdings hätten fundierte anatomische Kenntnisse im Allgemeinen und über Schillers Kopf im Besonderen haben müssen. </p>
<p>Es könnte aber auch anders gewesen sein: Was, wenn der erste Fund doch echt war? Wenn der Schillersche Schädel bei der ersten Suche 1826 wirklich geborgen wurde? Der Totenkopf ging damals durch viele Hände und wurde schließlich am 17. September 1826 in einem feierlichen Akt in der Großherzoglichen Bibliothek (heute: Anna Amalia Biblothek) im Holzsockel einer Marmorbüste Schillers verschlossen. Den Schlüssel bekam der damalige Bibliotheksleiter. Dieser Herr war mehr als ein Bewunderer Schillers, er war ein enger Freund, der Schiller leidenschaftlich betrauerte. Und er war ein Schriftsteller, der Schiller unendlich dankbar war, denn seine Schreibblockade hat sich nach eigenem Bekunden erst durch die Bekanntschaft mit dem jüngeren Friedrich, dem Bruder im Geiste, gelöst. Er hieß Johann Wolfgang Goethe.</p>
<p>Goethes Tagebuch vermerkt, dass er am 18. September 1826 in die Bibliothek ging, um &#8220;die gestrigen Gaben zu betrachten&#8221;. Nachgewiesen ist auch, dass Goethe den Schädel an sich nahm und eine Zeitlang in seinem Haus am Frauenplan aufbewahrte, wo er ihn unter dem Siegel der Verschwiegenheit Wilhelm von Humboldt zeigte. Und bekannt ist, dass sich wenige Tage nach dem 17. September 1826 in Goethes Haus einige Anatomen einfanden. Wurde der Schädel bei dieser Gelegenheit ausgetauscht?</p>
<p>Miss Marple und Hercule Poirot würden mir wohl zustimmen: Goethe hatte ein Motiv und die Gelegenheit. Wer weiß: Vielleicht befindet sich Schillers echter Schädel schon seit fast 180 Jahren ganz in der Nähe &#8211; im Nachbarsarg, in dem Goethe ruht?</p>
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		<title>Glos&#8217;sche Schule*</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 15:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gastautor beauftragt seine Sekretärin, im Sekretariat der Chefredaktion anzufragen, ob sein Text denn auch auf der Internetseite des Zeitungsverlags abrufbar ist. Die Chefredaktion leitet die Frage an die Online-Redaktion weiter &#8211; mit der Bitte um Beantwortung. Und keine der beteiligten Personen kommt auf die Idee, einen Blick auf die Startseite zu werfen, wo der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gastautor beauftragt seine Sekretärin, im Sekretariat der Chefredaktion anzufragen, ob sein Text denn auch auf der Internetseite des Zeitungsverlags abrufbar ist. Die Chefredaktion leitet die Frage an die Online-Redaktion weiter &#8211; mit der Bitte um Beantwortung.</p>
<p>Und keine der beteiligten Personen kommt auf die Idee, einen Blick auf die Startseite zu werfen, wo der fragliche Text prominent platziert ist. (Das ist fast noch besser als die ausgedruckten Mails, die der Bote regelmäßig per Hauspost abliefert.) Kurz &#8211; ganz kurz nur &#8211; spielt die Online-Redaktion mit dem Gedanken, ihre Antwort auf ein &#8220;Ja&#8221; zu beschränken und in umgekehrter Reihenfolge zurücksenden zu lassen.</p>
<p><small>* &#8220;Ich hab Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen&#8221;<br />
(Wirtschaftsminister Michel Glos)</small></p>
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		<title>Mondfinsternis</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2007 00:36:42 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wolkendecke war rechtzeitig aufgerissen, der Mond trat pünktlich in den Kernschatten der Erde ein &#8211; alles schien nach Plan zu laufen. Doch dann bemerkten wir, dass es auf dem Mond zu Ausschweifungen kam: Toll fürs Ego: Bei Mondfinsternis winken. Die nächste totale Mondfinsternis ist übrigens am 28. August 2007.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis00.jpg" alt="Mondfinsternis"> <img src="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis01.jpg" alt="Mondfinsternis"> <img src="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis02.jpg" alt="Mondfinsternis"></p>
<p>Die Wolkendecke war rechtzeitig aufgerissen, der Mond trat pünktlich in den Kernschatten der Erde ein &#8211; alles schien nach Plan zu laufen. Doch dann bemerkten wir, dass es auf dem Mond zu Ausschweifungen kam:  <span id="more-931"></span></p>
<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis03.jpg" alt="Mondfinsternis" title="Hatte Peterchen ein Bier zuviel?"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis03s.jpg" alt="Mondfinsternis"></a></p>
<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis04.jpg" alt="Mondfinsternis" title="Mit Nachtflugverbot wär' das nicht passiert."><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis04s.jpg" alt="Mondfinsternis"></a></p>
<p><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/images/mondfinsternis06.jpg" alt="Mondfinsternis" align="left" hspace="5"> Toll fürs Ego: Bei Mondfinsternis winken. </p>
<p>Die nächste totale Mondfinsternis ist übrigens am 28. August 2007. <br clear="all"></p>
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		<title>Wie verroht &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Feb 2007 17:53:14 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; bin ich eigentlich, wenn ich beim Einkauf im Supermarkt hier zunächst etwas anderes lese?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; bin ich eigentlich, wenn ich beim Einkauf im Supermarkt hier zunächst etwas anderes lese?</p>
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		<title>Zurück in die Zukunft</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 19:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Entschuldigung, wenn hier derzeit wenig los ist. Ich vergrabe mich gerade in Details über Straßenbau und Postwesen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im ländlichen Westfalen. Ich sach nur: Rückständigkeit, dein Name ist Paderborn! Zwischendurch suche ich nach ollen Sachen; am Wochenende unterlag ich knapp bei der Versteigerung eines Halbjahrsgangsbandes des Westfälischen Merkur, Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Entschuldigung, wenn hier derzeit wenig los ist. Ich vergrabe mich gerade in Details über Straßenbau und Postwesen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im ländlichen Westfalen. Ich sach nur: Rückständigkeit, dein Name ist Paderborn! Zwischendurch suche ich nach ollen Sachen; am Wochenende unterlag ich knapp bei der Versteigerung eines Halbjahrsgangsbandes des Westfälischen Merkur, Januar bis Juni 1838, trauerte drei Tage und stellte dann erleichtert fest: Das, was ich suchte, war gar nicht drin, sondern erschien erst im August desselben Jahres. Glück gehabt!</p>
<p>Ich weiß gar nicht, warum ich so lange keinen Fuß mehr in die Frankfurter Uniblibliothek gesetzt habe: Das verjüngt ungemein! <em>Ich brauche dann noch Ihren Studentenausweis</em>, meinte der freundliche Herr an der Anmeldung &#8211; und guckte prüfend (!), als ich antwortete, mein Studium sei zwölf Jahre her. Und was sich da alles verändert hat! Ok, das taschenprüfende Faktotum am Eingang zum Lesesaal scheint noch ein Restbestand von damals, aber sonst&#8230; jede Menge PC-Arbeitsplätze und Internetzugänge auf mehreren Etagen, eine loungige Cafeteria in der Halle, endlich reichlich abschließbare Spinde im Keller, und sogar der verknitterte Zettelkatalog ist digitalisiert. Überhaupt: Recherche im Bestand, Bestellung der Bücher &#8211; geht alles online. Nur zum Abholen muss man noch an die &#8220;Theke&#8221; (das hieß damals auch schon so). Und der Ausweis, den ich schließlich auch ohne Studentinnenstatus bekam, ist auch nicht mehr von Pappe.</p>
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