Später

Dieser Tage wurde eine Nachbarin vom ASB aus ihrer Wohnung geholt. Die Männer trugen sie, im Rollstuhl sitzend, aus dem vierten Stock die Treppe herunter.

Als ich in dieses Haus zog (und das war doch quasi gerade erst gestern …), traf ich die ältere Dame fast täglich im Treppenhaus – immer war sie gerade auf dem Weg irgendwohin oder kam gerade von irgendwoher. Angebote, ihr mal was beim Einkaufen mitzubringen, lehnte sie stets dankend ab: Sie müsse in Bewegung bleiben, sagte sie. Nein, ein Umzug in eine Erdgeschosswohnung, das käme nicht in Frage. Der vierte Stock, das sei ihr Garant für Bewegung.

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Heiliger Nachmittag

Endlich. Es ist Heiligabend, und mit dem Schließen der letzten Geschäfte ändert sich der Fluss der Zeit. Sie verlangsamt sich, wie Honig, der immer zähflüssiger fließt. Der Nachmittag des 24. Dezember ist für mich das Schönste an Weihnachten. Ich schaue aus dem Fenster zu, wie das Pendel da draußen langsam ausschwingt, und dann ist es da, dieses ganz spezielle Heiligabend-Gefühl: Jetzt nach Hause fahren.

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Zeit für’n Tag am Fluss

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Mütter sind unsterblich

Sie mögen verstummen, sich rar machen, dich viele Nächte vergeblich nach ihnen rufen lassen – sie sind da. Sie halten ihre Versprechen. Sie bewegen sich unter einer Tarnkappe, und wie Siegfried, der Drachentöter, machen sie zur rechten Zeit Gebrauch von ihren überirdischen Kräften.

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Der nächste Sonnenaufgang

Gerade die Aufgeschlossensten unter uns – die Denker, Schriftsteller, großen Künstler und Philosophen – werden oft sehr alt. Es ist wohl so, dass nicht Lebensjahre oder körperliche Energie Menschen jung oder alt erscheinen lassen, sondern die geistige Haltung, dass also Menschen, die sich geistig niemals zur Ruhe setzen, auch körperlich und seelisch selten nachlassen. Sie bewahren sich stets eine Art kindlicher Neugier auf das, was kommt, und lauschen auf eine innere Stimme, die sie drängt und treibt, nur ja den nächsten Sonnenaufgang nicht zu versäumen.

H.P. (im Nachlass gefunden)

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Hilfe!

Viele, die hier ab und zu vorbeikommen, kennen die Autorin und Webworkerin Carola Heine. Ich bin ihr vor gut zehn Jahren das erste Mal über den (virtuellen) Weg gelaufen, und kurze Zeit später saßen wir zum ersten Mal zusammen, mit anderen Bloggerinnen an einem langen Tisch in einer Düsseldorfer Kneipe. Als wir uns das letzte Mal trafen, diesmal in Frankfurt, ging es mir gerade gesundheitlich nicht so gut – Carola drückte mir damals einen Schutzengel in die Hand. Während ich das hier tippe, steht dieser Engel schräg hinter mir im Regal. Ich geb ihn nicht mehr her.

Carola und ihre Familie hatten einen Schutzengel. Sie leben. Vor wenigen Tagen haben sie durch ein Feuer ihr Zuhause, ihre Existenz verloren. Carola, Oliver, ihre kleine Tochter, die Katze und der Kater – alle kamen heraus aus den Flammen, teilweise mit Verletzungen. Jetzt brauchen sie dringend Hilfe, um sich ein neues Leben aufzubauen.

Informationen, Spendenkonto, Bilder auf Abgebrannt. Wir helfen. Bitte helft.

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