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	<title>The Daily Mo &#187; Gesellschaft</title>
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		<title>Später</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 21:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage wurde eine Nachbarin vom ASB aus ihrer Wohnung geholt. Die Männer trugen sie, im Rollstuhl sitzend, aus dem vierten Stock die Treppe herunter. Als ich in dieses Haus zog (und das war doch quasi gerade erst gestern &#8230;), traf ich die ältere Dame fast täglich im Treppenhaus &#8211; immer war sie gerade auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage wurde eine Nachbarin vom ASB aus ihrer Wohnung geholt. Die Männer trugen sie, im Rollstuhl sitzend, aus dem vierten Stock die Treppe herunter.</p>
<p>Als ich in dieses Haus zog (und das war doch quasi gerade erst gestern &#8230;), traf ich die ältere Dame fast täglich im Treppenhaus &#8211; immer war sie gerade auf dem Weg irgendwohin oder kam gerade von irgendwoher. Angebote, ihr mal was beim Einkaufen mitzubringen, lehnte sie stets dankend ab: Sie müsse in Bewegung bleiben, sagte sie. Nein, ein Umzug in eine Erdgeschosswohnung, das käme nicht in Frage. Der vierte Stock, das sei ihr Garant für Bewegung.</p>
<p><span id="more-4375"></span></p>
<p>Irgendwann sah ich sie seltener. Dann gar nicht mehr. Ein Nachbar erzählte, sie sei im Krankenhaus. Als sie zurück kam, konnte sie nur noch mühsam einen Schritt nach dem anderen tun. Vor der Haustür parkte fortan ein Rollator. Ich gab ich ihr meine Handynummer und sagte ihr, sie könne immer anrufen, wenn sie Hilfe braucht. Sie bedankte sich herzlich. Angerufen hat sie nie. Täglich kam eine eine Pflegerin. Ihr Sohn kam auch, ich sah ihn zwei oder drei Mal.</p>
<p>Nun also transportierten die Männer sie sitzend aus dem vierten Stock die Treppen herunter. Ich habe mich von ihr verabschiedet und weiß nicht, ob sie wiederkommen wird. Ich glaube, sie weiß es selbst nicht. </p>
<p>Während man so sein Leben lebt, durch seinen Alltag hetzt, sich ein Wettrennen mit der Zeit liefert und sich den Kopf über durch tausend unwichtige Dinge zerbricht, kann das Wesentliche sich auf leisen Sohlen einfach davon stehlen. Ziele, Träume, Gespräche &#8211; noch die unbedeutendste Kleinigkeit erscheint wichtiger als diese Dinge. Später! Später ist immer noch Zeit. Ist es das? Wer weiß. </p>
<p>Die Kabarettistin Monika Gruber beendet ihr aktuelles Programm mit einer traurigen Geschichte. Es geht um Einsamkeit, um Tod, um ungelebtes Leben &#8211; und um die blaue Müllsäcke, die am Ende übrig bleiben.</p>
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		<title>Heiliger Nachmittag</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 11:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich. Es ist Heiligabend, und mit dem Schließen der letzten Geschäfte ändert sich der Fluss der Zeit. Sie verlangsamt sich, wie Honig, der immer zähflüssiger fließt. Der Nachmittag des 24. Dezember ist für mich das Schönste an Weihnachten. Ich schaue aus dem Fenster zu, wie das Pendel da draußen langsam ausschwingt, und dann ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich. Es ist Heiligabend, und mit dem Schließen der letzten Geschäfte ändert sich der Fluss der Zeit. Sie verlangsamt sich, wie Honig, der immer zähflüssiger fließt. Der Nachmittag des 24. Dezember ist für mich das Schönste an Weihnachten. Ich schaue aus dem Fenster zu, wie das Pendel da draußen langsam ausschwingt, und dann ist es da, dieses ganz spezielle Heiligabend-Gefühl: Jetzt nach Hause fahren.<br />
 <span id="more-4358"></span><br />
Das ist wie &#8211; naja, wie eine Art Phantomschmerz. So, wie Vianne Rocher in &#8220;Cocolat&#8221; den Drang verspürt, weiterzuziehen, wenn dieser Wind aufkommt, so zieht es mich nach Hause, am Nachmittag des Heiligen Abends. Dass dieses Zuhause schon lange nicht mehr da ist, wird daran wohl nie etwas ändern. </p>
<p>Die Sehnsucht nach dem, was mal war, ist zäh und langlebig, sie lässt sich nicht abschütteln, und inzwischen will ich das auch gar nicht mehr. Vermissen gehört zu Heiligabend wie das Glöckchen, das zur Bescherung bimmelte, und die schiefe Gesang meines Vaters. (Ok, manches fehlt mir nicht <em>soo</em> sehr.)</p>
<p>Ein bewegtes Jahr war es, wieder mal. Die Abschiede vollzogen sich diesmal im beruflichen Umfeld. Dort allerdings waren sie so zahlreich wie nie. Es dauert, bis aus einem umgepflügten Acker wieder was wächst, aber inzwischen sprießt das eine der andere Pflänzchen, und es fühlt sich noch besser an, wenn man selbst am Säen beteiligt ist. Neue Leute mit neuen Ideen sind da, das ist erfrischend und erinnert alte Säcke wie mich wohltuend daran, wie wir mal waren. </p>
<p>In diesem Jahr hab ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Auto durch eine amerikanische Großstadt gesteuert. Und zum ersten Mal Yoga gemacht. (Auch wenn &#8220;Adho Mukha Svanasana&#8221; bei mir eher nach &#8220;Fauler Hund&#8221; aussieht.) Ich hab zum ersten Mal in einer viele Jahre währenden Auseinandersetzung die Perspektive gewechselt und die Sache mit anderen Augen betrachtet. Ich bin zwei oder drei Mal über meinen Schatten gesprungen &#8211; aber sicher habe ich auch viele Gelegenheiten dazu verstreichen lassen. </p>
<p>Heute also geht&#8217;s zur erweiterten Familie. Ich schaue auf dem Weg bei meiner Mutter vorbei und zünde eine Weihnachtskerze bei ihr an. Vielleicht singe ich sogar was. Hört ja keiner, da draußen, am Rand des Dorfes. </p>
<p>Frohe Weihnachten dir und euch allen.</p>
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		<title>Zeit für&#8217;n Tag am Fluss</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 20:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-2.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-2-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4283" /></a><br />
<span id="more-4279"></span><br />
<a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4281" /></a></p>
<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-1.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-1-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4282" /></a></p>
<p><a href="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-3.jpg"><img src="http://www.dailymo.de/wp-content/uploads/rheingau-141111-3-580x386.jpg" alt="" title="Rheingau im Herbst" width="580" height="386" class="aligncenter size-large wp-image-4280" /></a></p>
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		<title>Mütter sind unsterblich</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 09:50:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie mögen verstummen, sich rar machen, dich viele Nächte vergeblich nach ihnen rufen lassen &#8211; sie sind da. Sie halten ihre Versprechen. Sie bewegen sich unter einer Tarnkappe, und wie Siegfried, der Drachentöter, machen sie zur rechten Zeit Gebrauch von ihren überirdischen Kräften. Sie sind die Zehntelsekunde, die zum Unfall fehlt. Sie durchkreuzen heimlich deine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie mögen verstummen, sich rar machen, dich viele Nächte vergeblich nach ihnen rufen lassen &#8211; sie sind da. Sie halten ihre Versprechen. Sie bewegen sich unter einer Tarnkappe, und wie Siegfried, der Drachentöter, machen sie zur rechten Zeit Gebrauch von ihren überirdischen Kräften.<span id="more-3489"></span> Sie sind die Zehntelsekunde, die zum Unfall fehlt. Sie durchkreuzen heimlich deine Pläne und lassen es wie Zufall aussehen, um dich vor einer großen Dummheit zu bewahren. Wenn du an einem magischen Ort ankommst, sind sie schon da. Sie malen einen Regenbogen an den Horizont, ein perfekter Halbkreis, der ihre Kinder beschirmt, wenn sie verzweifelt beieinander stehen. Mütter sind unsterblich.</p>
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		<title>Der nächste Sonnenaufgang</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 09:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade die Aufgeschlossensten unter uns &#8211; die Denker, Schriftsteller, großen Künstler und Philosophen &#8211; werden oft sehr alt. Es ist wohl so, dass nicht Lebensjahre oder körperliche Energie Menschen jung oder alt erscheinen lassen, sondern die geistige Haltung, dass also Menschen, die sich geistig niemals zur Ruhe setzen, auch körperlich und seelisch selten nachlassen. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gerade die Aufgeschlossensten unter uns &#8211; die Denker, Schriftsteller, großen Künstler und Philosophen &#8211; werden oft sehr alt. Es ist wohl so, dass nicht Lebensjahre oder körperliche Energie Menschen jung oder alt erscheinen lassen, sondern die geistige Haltung, dass also Menschen, die sich geistig niemals zur Ruhe setzen, auch körperlich und seelisch selten nachlassen. Sie bewahren sich stets eine Art kindlicher Neugier auf das, was kommt, und lauschen auf eine innere Stimme, die sie drängt und treibt, nur ja den nächsten Sonnenaufgang nicht zu versäumen.</p></blockquote>
<p>H.P. (im Nachlass gefunden)</p>
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		<title>Hilfe!</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 06:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele, die hier ab und zu vorbeikommen, kennen die Autorin und Webworkerin Carola Heine. Ich bin ihr vor gut zehn Jahren das erste Mal über den (virtuellen) Weg gelaufen, und kurze Zeit später saßen wir zum ersten Mal zusammen, mit anderen Bloggerinnen an einem langen Tisch in einer Düsseldorfer Kneipe. Als wir uns das letzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele, die hier ab und zu vorbeikommen, kennen die Autorin und Webworkerin <a href="http://www.moving-target.de/">Carola Heine</a>. Ich bin ihr vor gut zehn Jahren das erste Mal über den (virtuellen) Weg gelaufen, und kurze Zeit später saßen wir zum ersten Mal zusammen, mit anderen Bloggerinnen  an einem langen Tisch in einer Düsseldorfer Kneipe. Als wir uns das letzte Mal trafen, diesmal in Frankfurt, ging es mir gerade gesundheitlich nicht so gut &#8211; Carola drückte mir damals einen Schutzengel in die Hand. Während ich das hier tippe, steht dieser Engel schräg hinter mir im Regal. Ich geb ihn nicht mehr her.</p>
<p>  Carola und ihre Familie hatten einen Schutzengel. Sie leben. Vor wenigen Tagen haben sie durch ein Feuer ihr Zuhause, ihre Existenz verloren. Carola, Oliver, ihre kleine Tochter, die Katze und der Kater &#8211; alle kamen heraus aus den Flammen, teilweise mit Verletzungen. Jetzt brauchen sie dringend Hilfe, um sich ein neues Leben aufzubauen.</p>
<p>Informationen, Spendenkonto, Bilder auf <a href="http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/">Abgebrannt. Wir helfen.</a> Bitte helft.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nur die Zeit vergeht</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn alles gut gegangen ist, wenn da drüben, auf der anderen Seite, wirklich alles so ist, wie manche Menschen glauben, dann kehrst du wohl eben von einem ausgedehnten Spaziergang mit deinen Vierbeinern zurück. Wahrscheinlich habt ihr den Weg durch den Wald hinterm Haus genommen, seid an der Lichtung nach Norden abgebogen, über den Kanal gesprungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn alles gut gegangen ist, wenn da drüben, auf der anderen Seite, wirklich alles so ist, wie manche Menschen glauben, dann kehrst du wohl eben von einem ausgedehnten Spaziergang mit deinen Vierbeinern zurück. Wahrscheinlich habt ihr den Weg durch den Wald hinterm Haus genommen, seid an der Lichtung nach Norden abgebogen, über den Kanal gesprungen und habt eure Runde über die sturmumwehten Klippen von Dorset gedreht.  Wieder zuhause angekommen, wirst du dir hundert gute Bücher nehmen und dich gemütlich auf einem Sofa niederlassen, vor dir ein Teller mit einem ganzen Stapel Reibekuchen und Apfelmus, den du langsam und still genießt, es gibt keinen Hunger, dort, wo du jetzt bist. Du wirst ein Buch in einem Atemzug lesen und danach neunundneunzig weitere, ohne aufzublicken, und du würdest dabei die Zeit vergessen, wenn sie dort, wo du jetzt bist, überhaupt noch wichtig wäre. Du lebst, aber du alterst nicht. Du läufst, aber du wirst nicht müde. Du wartest, aber du spürst keine Ungeduld. Du hast alle Zeit der Welt, buchstäblich.</p>
<p>Hier waren es zehn Jahre, lange genug, sollte man meinen, um sich nur noch an solche Momente zu erinnern wie jene oben auf dem Kliff, und alles andere zu vergessen. Lange genug, um die Leerstelle nicht mehr zu spüren, aber so ist es nicht. Hier vergeht die Zeit, aber alles andere bleibt: die Fehler, der Trotz und die Sehnsucht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mitten im Leben</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 14:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal hilft es ja, wenn man sich in festen Bahnen bewegen kann. Wenn es Rituale gibt, an denen man sich bei einer Trauerfeier festhalten kann: Wer wann was sagt oder tut, und was man bei so einer Gelegenheit eben nicht tut. Andererseits: Das alles über Bord zu werfen, kann sich sehr befreiend anfühlen. Ich hätte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal hilft es ja, wenn man sich in festen Bahnen bewegen kann. Wenn es Rituale gibt, an denen man sich bei einer Trauerfeier festhalten kann: Wer wann was sagt oder tut, und was man bei so einer Gelegenheit eben nicht tut. Andererseits: Das alles über Bord zu werfen, kann sich sehr befreiend anfühlen.</p>
<p>Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich einmal am Bemalen eines Sargs beteiligen würde. <span id="more-1606"></span>Dann tat ich es doch, mit einer überraschenden Selbstverständlichkeit und &#8211; ich traue mich kaum, es aufzuschreiben &#8211; sogar mit Spaß. Den hätte H. auch gehabt, da waren wir uns sicher, denn genauso hat sie es sich gewünscht. </p>
<p>Zwangslos, mit einer Tasse Kaffee in der Hand, in den hellen, wohnlichen Räumen der Bestattungsfirma herumzugehen, wo alle Türen offenstanden; sich auf ein Sofa zurückzuziehen und die Tränen laufen zu lassen (Taschentücher lagen überall bereit); sich zu zweit, in kleinen oder größeren Grüppchen zu unterhalten, sich gegenseitig Anekdoten zu erzählen, auch mal laut zu lachen und nicht zu merken, dass dabei drei Stunden vergehen &#8211; ja, das hat ihr bestimmt gefallen. Mir auch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine Erinnerung</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 10:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube, Liebe, Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Februar 1995: Fünf junge Leute machen sich in zwei Autos auf den Weg vom Rhein-Main- ins Ruhrgebiet. Im Gepäck: PA-Anlage, Mikros, Keyboard, Gitarren. Das Ziel: Der Club &#8220;Neue Liebe&#8221; in Essen. Dort würden wir am Abend bei einem Song Contest auftreten. Wir nannten uns &#8220;The Fresh Fruits&#8221; und alberten von Fahrtbeginn an ziemlich herum. Nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Februar 1995: Fünf junge Leute machen sich in zwei Autos auf den Weg vom Rhein-Main- ins Ruhrgebiet. Im Gepäck: PA-Anlage, Mikros, Keyboard, Gitarren. Das Ziel: Der Club &#8220;Neue Liebe&#8221; in Essen. Dort würden wir am Abend bei einem Song Contest auftreten.</p>
<p>Wir nannten uns &#8220;The Fresh Fruits&#8221; und alberten von Fahrtbeginn an ziemlich herum. Nur eine professionelle Musikerin war unter uns, wir anderen gingen allenfalls als Amateure durch. Ich hatte die Musik zu diesem Zeitpunkt schon längst an den Nagel gehängt und ewig auf keiner Bühne mehr gestanden. Man könnte also durchaus auf den Gedanken kommen, das ganze Unterfangen sei eine Schnapsidee &#8211; was in gewisser Hinsicht zutraf, denn Veranstalter war ein Tequila-Hersteller, der zum Musikwettbewerb aufgerufen hatte. D. hatte einen Song geschrieben und eingereicht, und der gefiel den Schnapsbrennern so gut, dass sie es in die Vorausscheidung schaffte. Die bestand aus mehreren Konzerten, bei denen jeweils eine Jury und das Publikum ihre Favoriten-Band wählten.</p>
<p>Und so kam es zur Gründung der Ein-Tages-Formation &#8220;D. &#038; The Fresh Fruits&#8221;: T. am Bass, H. am Keyboard, K. und ich unterstützten Sängerin D. und übernahmen den Background-Gesang. Dazu dachten wir uns eine irre Tanz-Performance aus, für die man uns heutzutage vermutlich einem  Drogentest unterziehen würde. Allein für den Spaß, den wir bei den Proben hatten, lohnte sich die Sache schon. Keine von uns ahnte, dass es noch besser kommen würde. </p>
<p>Obwohl uns auf der Autobahn eines der Autos im Stich ließ und wir uns samt Instrumenten und Technik in den anderen Wagen quetschen mussten; obwohl unter den Konkurrenten auch die Tochter eines bekannten deutschen Entertainers war, die uns kurz vor dem Beginn der Veranstaltung bezichtigte, wir hätten ihr Playback geklaut; obwohl wir unmittelbar vor unserem Auftritt dann doch noch nervös geworden und einen Tequila gekippt hatten: Wir gewannen die Vorausscheidung!</p>
<p>Den Rest der Nacht verbrachten wir in seliger Entrückung.</p>
<p>Ein paar Wochen später kam eine CD mit den Siegertiteln der Vorausscheidungskonzerte auf den Markt, aus denen wiederum der finale Gewinner gewählt werden konnte. Wer das am Ende war &#8211; ich weiß es heute nicht mehr. Vielleicht Lailo, offenbar die einzige damals teilnehmende Band, die heute noch zu existieren scheint. </p>
<p>Vorletzte Nacht bin ich aufgewacht, ohne erkennbaren Grund. Der Wecker zeigte halb vier. Es dauerte eine Weile, bis ich wieder einschlafen konnte. Später erfuhr ich, dass H. in dieser Nacht um halb vier in ihrem Bett im Hospiz gestorben war. </p>
<p>So, wie die Erinnerung an diesen einen Abend wieder lebendig wird, so sehe ich sie vor mir: H., die vor fast fünfzehn Jahren in einem Club in Essen in die Tasten gehauen hatte wie ein Profi. Die das Leben so liebte, oft mehr als die meisten anderen. Die sich über alles Schöne unbändig freuen konnte. Die beim gemeinsamen Fußballgucken im Sommer 2006 schimpfen konnte wie ein Rohrspatz. Die es schaffte, mir noch vor ein paar Monaten eine riesengroße Freude zu machen, weil sie da war, obwohl es ihr sehr schwer fiel. Sie wurde 40 Jahre alt. Ich frage nicht mehr, warum.</p>
<p>Schön, das es dich gab, H.</p>
<blockquote><p>Wenn Engel einsam sind<br />
in ihren Kreisen,<br />
dann gehen sie von Zeit<br />
zu Zeit auf Reisen.</p>
<p>Sie suchen auf der ganzen Welt<br />
nach ihresgleichen,<br />
nach Engeln, die in Menschgestalt<br />
durchs Leben streichen.</p>
<p>Sie nehmen diese mit<br />
zu sich nach Haus –<br />
für uns sieht dies Verschwinden<br />
dann wie Sterben aus.<br />
<i>Renate Eggert-Schwarten</i>
</p></blockquote>
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		<title>Und&#8230; Aktion!</title>
		<link>http://www.dailymo.de/2007/12/11/und-aktion/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=und-aktion</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 20:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wow, das war einfach der Hammer, diese &#8220;Aktion Licht aus&#8221;. Fünf Minuten abschalten, und alle, alle waren dabei. Ein wenig hat es mich an die Sonnenfinsternis 1999 erinnert, und an die englische Reporterin, die fürs deutsche TV-Publikum bewegt &#8220;Wir alle sind unifiziert in diese Moment&#8221; ins Mikrofon flüsterte. Gänsehaut, ey. Damals, vor Jahren, als Benny [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, das war einfach der Hammer, diese &#8220;Aktion Licht aus&#8221;. Fünf Minuten abschalten, und alle, alle waren dabei. Ein wenig hat es mich an die Sonnenfinsternis 1999 erinnert, und an die  englische Reporterin, die fürs deutsche TV-Publikum bewegt &#8220;Wir alle sind unifiziert in diese Moment&#8221; ins Mikrofon flüsterte. Gänsehaut, ey.</p>
<p>Damals, vor Jahren, als Benny Beimer (Gott hab ihn selig) schon einmal &#8220;Licht aus für die Umwelt&#8221; forderte, drückten höchstens ein paar Hardcore-Aktivisten den Schalter &#8211; und die Lindenstraße gleich mit aus. Heute sind alle dabei, wenn es um den Klimaschutz geht, und die  Kollegen vom Fernsehen setzen  dieses bewegende Schwarz in all den unifizierten Städten wattstark in Szene. Beeindruckend. </p>
<p>Nicht gutes Gewissen &#8211; nein, Symbolik ist das beste Ruhekissen. Fünf Minuten reichen schon!<br />
Also auf zur nächsten Aktion &#8211; wie wär&#8217;s mit &#8220;Hände weg&#8221; für den Kinderschutz? Am 27. Dezember 2007 von 20 bis 20.05 Uhr keine Schläge. Ihr seid doch dabei? </p>
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