Angebissen
Vielleicht war das auch ein wenig der Nähe dieser beiden Ereignisse geschuldet, dass sich viele Texte über den Rücktritt von Steve Jobs lasen wie Nachrufe: Nach dem großartigen, unvergleichlichen Loriot verlieren wir nun auch noch den Apple-Gott! Aber Steve Jobs ist nicht gestorben, hoffentlich ist ihm noch ein langes Leben vergönnt, auch wenn sein Abschied vonm Chefposten anderes befürchten lässt.
MehrDie Hauptstadt von Aserbaidschan…?
Für eine, die noch zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung so gar keine rechte Lust darauf hatte, habe ich mich beim Eurovision Song Contest erstaunlich wohl und bestens unterhalten gefühlt. In Düsseldorf herrschte eine Atmosphäre wie bei der Fußball-WM 2006 – nur ohne nervige Fußballfans. Naja, fast.
MehrSchmidt und Schätzing
Bei Kiepenheuer & Witsch lehnt Frank Schätzing in verwaschener Jeans und Lederjacke am Stehtisch, umringt von Menschen, plaudert, gibt immer wieder Autogramme. Schräg gegenüber sitzt Kathrin Schmidt in braunem Rock und brauner Jacke mit einer Kollegin vom Fernsehen am Tisch, lässt sich interviewen und fällt kaum auf.
Seit Wochen ist Schätzing scheinbar omnipräsent, man konnte dem “Limit”-Autor kaum entgehen. Der Mann versteht es, sich zu vermarkten. Seine Themen sind für ein größeres Publikum zugkräftig, sein Auftreten souverän, und so zieht Schätzing die Talkshow-Macher an wie einen Schwarm (haha). Schätzing ist eine Rampensau.
MehrLebensverlängerung
Ein Jahr begleitet sie mich nun. Oder ich sie. Jeden Tag in diesem Jahr hatte ich mit ihr zu tun. Selbst wenn ich im Urlaub war, gab es hier täglich einen neuen Brief von ihr zu lesen. Sie hat mich zurück in die Lesesäle der Bibliotheken, in Antiquariate, zum Blättern in brüchigem Papier, zum Lachen und zum Heulen und nebenbei darauf gebracht, dass Goethe einen schwulen Enkel hatte, mir ein paar Minuten Ruhm, ein Jobangebot und den Grimme-Award beschert. Nun mag ich sie nicht sterben lassen, die Annette von Droste.
Sie ist jetzt 51 Jahre alt, sitzt krank in ihrem Zimmer auf der Meersburg am Bodensee, das sie kaum noch verlassen kann, und registriert besorgt den Lärm auf den Straßen, die Vorboten der Revolution von 1848. Sie weiß, dass sie nicht mehr nach Westfalen, nach Münster, ins Rüschhaus – dass sie nicht mehr nach Hause zurückkehren wird. Sie hat ihr Testament gemacht (nach dessen Wortlaut ich lange suchen musste). Fünf Briefe noch sind überliefert – dann ist Schluss, mit ihrem Leben und mit meinem Projekt.
Schluss? Och nööö! Ich zögere das einfach noch ein bisschen heraus. Fange von vorne an, durchwühle die frühere Korrespondenz, finde noch mehr Briefstellen, die zu lesen sich lohnen. Zum Beispiel diesen hier, den man sich unbedingt für schlechte Zeiten bookmarken sollte!
MehrNatürlich
Gefragt nach den größten deutschen Dichterinnen, würde ich nicht zögern zu nennen: die Droste-Hülshoff, die Lasker-Schüler, die Bachmann. Natürlich ist keine Dichterin vom Format Brechts oder Heines dabei.
Macho Reich-Ranicki im FR-Interview.
MehrHeute hat’s geklappt
Er habe mit dem lieben Gott eine Verabredung, sagte Kabarettist Hanns Dieter Hüsch schon vor fünf Jahren. Und weil wir beide so wenig Zeit haben, haben wir gesagt, lass uns mal nichts fest machen. Wer kommt, der kommt.
Nachruf (Audio, WDR)
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