2013 – der Soundtrack meines Jahres

An meinem Jahr 2013 wirkten unter anderem mit: Eine Insolvenz, ein umstürzlerischer Plan, ein schrecklicher Todesfall im Kollegenkreis, die Komplettumrundung der ehemaligen Berliner Mauer per Fahrrad, mehrere Abschiede und ein Neubeginn, ein Wiedersehen, eine unglaubliche Begegnung in Rom und das Abfinden mit der Notwendigkeit einer Gleitsichtbrille. Und ein bisschen von allem: Hoffnung, Wehmut, Traurigkeit, Freude, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Glück. Alles ist noch dran an mir, und soweit ich sehen kann, sind alle um mich herum (wieder) gesund. Am Ende wird alles gut. Denn wir wissen ja: Wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

Akustisch klang mein 2013 ungefähr so:

Geschützt: The Royal Wedding Party

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Von Gras, Spreu und Weizen

Aufmerksame Leserinnen und Leser werden sich womöglich an den Tag erinnern, als ein Stück des WM-Rasens aus dem Berliner Olympiastadion eine neue Heimstatt auf unserer Terrasse fand. Nun, das prominente Gras hat den ersten Winter hinter sich gebracht. Im Pflanzkübel, den es mit einem Unterschichten-Rasen aus dem heimischen Gartencenter teilen muss, sind inzwischen deutliche Separationsbestrebungen im Gange.

WM-Rasen

Die Quizfrage des Tages lautet: Welches war noch gleich der teure Stadionrasen? Zeigen sich die Spätfolgen der Spuckattacken aus hochbezahlten Fußballermündern auf der linken Seite? Oder sprießen die WM-Halme rechts, so trotzig, als habe es das Halbfinale gegen Italien nie gegeben? Die Auflösung folgt nach dem Klick!

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Mamma Mia – here I go again

Ok, ich geb’s zu. Ich hab es getan. Aber es gab gute Gründe. Wir waren jung, wir suchten ein originelles Geschenk, wir hatten eine leere Garage und eine Video 8-Kamera zur Hand.

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Fehler im Geschirr

Manche LeserInnen wissen ja: Tief in meinem Inneren verbirgt sich eine glühende Anhängerin der Monarchie (solange diese friedfertig, wohlbehütet und im besten Sinne landesmütterlich daherkommt). Dennoch,

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Blaues Blut im Schloss Bellevue

Im tiefsten Grunde meines Herzens bin ich ja Monarchistin. An Tagen wie diesen ganz besonders. Glanz, Gloria, ein Land im kollektiven Taumel und eine Parade ausladender Hüte – ich will das auch!
Was spricht eigentlich dagegen, das Amt des Bundespräsidenten abzuschaffen und stattdessen eine parlamentarische Monarchie einzuführen? Wir würden uns viel ersparen. Die immer gleichen unwürdigen Machtspielchen der Parteien im Vorfeld der Wahl zum Beispiel. Oder schuldgefühls- resistente Nazi-Richter, die sich auch mit 90 noch in die Bundesversammlung drängen. Wie viel angenehmer wäre dagegen doch die Anwesenheit einer repräsentativen Monarchenfamilie im Schloss Bellevue, die dem gebeutelten Volke ab und an die Seele wärmt – mit Glanz, Gloria und ausladenden Hüten. Hachja…

Ost-Erheiterung

Sieger wird eine Combo um die ukrainische Sängerin Ruslana, die in einem musikalischen Sketch eindrucksvoll demonstriert, wie es aussehen würde, wenn Iron Maiden und Dschingis Khan gemeinsam gegen einen Schwarm Hornissen kämpften, schreibt Stefan Behr. Und die Süddeutsche äußert den schrecklichen Verdacht, dass halb Europa mittlerweile von Dieter Bohlen produziert wird.

Auf der Sonnenseite

Die königliche Hochzeit kostet das dänische Volk rund 20 Millionen Euro. Mary und Frederik bekommen unter anderem fünf Autos, Luxusyacht und Rennpferd für den Start ins Eheleben. Die Bitte des Verbandes der Obdachlosen um die Reste des Hochzeitsdinners wurde abschlägig beschieden: Die Portionen seien genau abgezählt, so der Hof. Da bleibe nichts übrig. Na dann – gibt es wenigstens schönes Wetter im Staate Dänemark.

Amüsant!

Und das ganz unerwartet! Schon allein der Gesichtsausdruck von Daniel Küblböck beim Anblick seiner neuen Nachbarn war es wert, die Auftaktsendung von IBES – HMHR (Hm. Ob sich dieses Kürzel durchsetzen wird?) anzuschauen. Doch, doch!
Der blonde Naturbursche Carlo Tränhardt lässt sich fürs Feuermachen feiern – bis herauskommt, das er heimlich ein handelsübliches BIC benutzt hat.
Costa Cordalis (der es in 25 Jahren nicht geschafft hat, mir die damals erbetene Autogrammkarte zuzusenden, aber das nur nebenbei) mimt den furchtlosen Macher und stimmt bei der ersten Dschungelprüfung schamlos für sich selbst (“Ich bin stolz, dass ich gewählt wurde”). Wie durch ein Wunder sind die an der nachfolgenden Prüfung beteiligten Schlangen später, als unser Held den anderen von seinem Abenteuer erzählt, um ein Vielfaches gewachsen. (“Soooo groß waren die!”) Boah, Boa!
Derweil bahnt sich bereits unterschwellig der erste Konflikt zwischen der verwöhnten Susan Stahnke (“Wie – selber kochen?”) und der Busch-Funktionärin Lisa Fitz (“Wir brauchen einen gemeinsamen Schlachtruf. Wie wärs mit Hakuna Matata?”) an: “Also, i schloag die SSusssannn für d erste Dschungelprüfung vor. Mir andern hoam uns alle scho oabracht.”
Nett auch, wie Caroline Beil während Küblböcks Lagerfeuer-Gitarrensolo (“Oh Daaarling, DAAAARLING, stahaaand by miii”) unauffällig aufsteht und, Geschäftigkeit vortäuschend, die Szenerie verlässt.
Werner Böhm schließlich, mit dem Job als Camp-Leiter leicht überfordert (“Leute, jetzt reißt euch zusammen. Bitte!”) kriegt permanent von RTL aufs Dach und verschont weder die Mitgereisten noch die Daheimgebliebenen mit dem Anblick seiner Brustwarzen.

Man wird sie mit anderen Augen sehen, diese “Stars”, danach. Manche. Manche auch nicht.

And now for something completely different

Man mag es ja kaum glauben (vor allem, da es einen beim Surfen dieser Tage anspringt wie der bärtige Zwerg aus dem Monty-Phytonschen Wüstenloch, nur dass er nicht “Jehova” ruft, sondern “Blogawards, Blogawards!”), aber: Es gibt noch andere Themen!

Wie wärs zur Abwechslung mal mit einem Blick auf den ältesten Penis der Welt? 425 Millionen Jahre alt und angeblich noch gut erhalten, was man ja von manchen zeitgenössischen Exemplaren nicht unbedingt behaupten kann.
Die Nachricht, die mich persönlich aber viel mehr enttäuscht, ist diese: Der Truthahn, den Bush an Thanksgiving in die Kamera hielt, war nicht echt. Nur Deko. Überraschen dürfte das, wenn ichs recht bedenke, eigentlich nicht. Ob korrekte Präsidentenwahl oder offizielle Krieggründe, bei George W. Bush ist scheinbar alles nur Deko.

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