Drachenperspektive

Ich wollte schon immer mal sehen, was mein Drachen von da oben so sieht. Nach einiger Tüftelei und mit dem nötigen Wind hob er mit seiner zusätzlichen Fracht an der Querstange ab …

Kurz geknipst

Rüm Hart. Klaar Kimming.

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Gespaltenes Verhältnis

Stadtwappen Wyk

Stadtwappen Wyk

Friesen können offenbar sehr nachtragend sein. Wenn sie sich mal spinnefeind sind, dann kann das schon ein paar hundert Jahre anhalten. So scheint sich das jedenfalls zwischen den Einwohnern der Stadt Wyk, die mehr als die Hälfte der Inselbevölkerung ausmachen, und der Bevölkerung von Föhr-Land mit den Inseldörfern zu verhalten. Wyk und der Rest der Insel, so habe ich von einer kundigen Föhrerin gelernt, kabbeln sich seit 400 Jahren. Und das kam so.

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Feuer und Flamme

Bikebrennen auf Föhr.

Bikebrennen auf Föhr.

Kaum zu glauben, dass ich in 30 Jahren Föhr-Urlaub noch nicht einmal zum Biikebrennen auf der Insel war. Tatsächlich hatte ich nicht einmal das Datum auf dem Schirm, als ich die Resturlaubstage verplante. Zufall oder Schicksal: An dem Abend, als ich auf der Insel ankam, entfachten die Föhrer (und die Sylter und die Amrumer) an mehr als einem Dutzend Orten die Biike, um den Winter zu vertreiben.

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22.000 Schritte durch Rom

Bild: BeBo86, Wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)

Forum Romanum – das politische und religiöse Zentrum des antiken Rom. Bild: BeBo86, CC BY-SA 3.0

Der Generalstreik am Tag zuvor, von dem wir hinter den dicken Mauern des Vatikan nichts spürten, wird an diesem Tag abgelöst von einer großen Demonstration gegen die Sparpolitik. Die Lage ist unübersichtlich: Das Internet behauptet, viele Straßen seien gesperrt, manche Sehenswürdigkeiten würden heute früher schließen oder gar nicht erst öffnen. Aber stimmt das auch? Unsere Gastgeberin Elena winkt ab, empfiehlt uns den Bus ins Zentrum – “da sehen Sie mehr von der Stadt” – und wünscht uns viel Spaß.

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Im Inneren des Vatikan

Vatikanische Gärten mit dem Kloster Mater Ecclesiae (links oben), in dem Joseph Ratzinger heute lebt, und dem Vatikanischen Palast (rechts), in dem die Museen untergebracht sind. Das Bild ist von der Kuppel des Petersdoms aus fotografiert.

Vatikanische Gärten mit dem Kloster Mater Ecclesiae (links oben), in dem Joseph Ratzinger heute lebt, und dem Vatikanischen Palast mit den Museen (rechts).

“Vielleicht trefft ihr in Rom ja Tebartz-van Elst!”, gibt uns die Verwandtschaft lachend mit auf den Weg. “Jaja, ganz bestimmt”, antworten wir, bevor wir uns auf die Reise machen. Mit der ganzen Familie wollen wir vier Tage in der Ewigen Stadt verbringen, den Vatikan, das Kollosseum, die Engelsburg, den Petersdom, die Piazza Navona, den Trevi-Brunnen, das Pantheon, die Sixtinische Kapelle mal mit eigenen Augen sehen. Und dann das: Wer sitzt am allerersten Abend ein paar Tische weiter in der Pizzeria, in der wir uns nach der Ankunft in Rom stärken wollen? Der Bischof aus Limburg.

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Fuerteventura schmeckt!

La Pared, Fuerteventura

La Pared, Fuerteventura

Tiefenentspannt wie lange nicht mehr bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen. Dabei hatte ich durchaus Bedenken, ob mir die Wüstenei dieser Kanareninsel gefallen würde. Sie tat es! Zum einen hat auch diese Landschaft ihren ganz eigenen Reiz. Vor allem aber: Je länger man sich in karger Umgebung aufhält, umso aufmerksamer wird man für jedes klitzekleine Grün, jede noch so winzige Blüte am ausladenden Kaktus, jedes glitzende Gecko-Baby, das Schatten suchend unter die Schuhsohle huscht. Man glaubt gar nicht, wie viele Farbnuancen die trockene Erde haben kann, und wie angenehm es ist, wenn der Wind an einem zerrt, während man eine Wanderung quer über die Insel durch die Sanddünen des Istmo de la Pared an die stürmische Nordwestküste macht und sich dabei vorstellt, wie nach den seltenen Regenfällen im Winter aus den schlummernden Samen im Sand explosionsartig Blütenpflanzen sprießen.

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Das Leben an sich

Botschaften an der Hubbrücke

Botschaften an der Hubbrücke

Die Elbe sehen: Das konnte ich kürzlich mal wieder, diesmal in Magdeburg. Der Fluss führte immer noch Hochwasser, ein paar Baumwipfel ragten aus dem Wasser, am Ufer waren an einigen Stellen noch immer Sandsäcke gestapelt, aber das Schlimmste war überstanden. Und so konnte man auch die Hubbrücke wieder betreten, die teilweise überflutet gewesen war. Ein “lost place”: Züge queren hier schon lange nicht mehr die Elbe, auch Fußgänger nicht mehr, die Brücke ist marode, die Stahlträger verrostet, das heb- und senkbare Mittelteil ist angehoben und arretiert. Am Ufer greift das Grün nach den Brückengeländern. Die Brücke ist nur halbherzig abgesperrt, die obligatorische Warnung auf dem gelben Schild beginnt mit dem Satz “Das Leben an sich ist gefährlich”.

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Radtour auf dem Berliner Mauerweg – Tag 4

Von Hennigsdorf nach Berlin-Mitte

Tegeler Fließ bei Lübars

Tegeler Fließ bei Lübars

Die vierte und letzte Fahrrad-Etappe auf dem Berliner Mauerweg: Im Norden wird es noch einmal richtig dörflich. Wir schauen in den kopfsteingepflasterten Gassen von Frohnau am Haus des Liedermachers vorbei, der wie kein anderer das geschundene Berlin besungen hat. Am Tegeler Fließ, im Naturpark Barnim, im Dorf Lübars schnuppern wir noch einmal Landluft. Dann geht es zwischen den Bezirken Pankow und Reinickendorf und über den ersten offenen Grenzübergang Berlins an der Bornholmer Straße zurück nach Mitte, ins Herz der einst geteilten Stadt.

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Radtour auf dem Berliner Mauerweg – Tag 3

Von Potsdam nach Hennigsdorf

Die Sonne kommt raus!

Die Sonne kommt raus!

Vom Südwesten Berlins führt unsere dritte Mauerweg-Etappe auf weiten Strecken am Wasser entlang in den Nordwesten der Stadt. Unterwegs passieren wir den Schauplatz einer der spektakulärsten Fluchten aus der DDR und hören die unglaubliche Geschichte eines kleinen Jungen – ein kleiner Schwindel machte ihn 1961 zum Symbol der Teilung.

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