Die Wulff-Story

Für FR und Berliner Zeitung habe ich das ganze Bundespräsidenten-Drama mit Hilfe des Kuratierungswerkzeugs Storify nacherzählt: Nach dem Klick.

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Herrje, Wulff!

Ich weiß gar nicht, was ich mehr zum Kotzen finden soll: Dass Leute erst dann mit dem Drecksblatt Bild zu brechen drohen, wenn die negativen Schlagzeilen ausnahmsweise mal sie selbst treffen – während sie offensichtlich kein Problem damit haben, mit Springer zu kuscheln, solange die Kübel voller Mist nur über anderen ausgeschüttet wurden. Oder dass Leute sich nicht schämen, später auf Diekmanns Mobilbox zu winseln, dass man das alles ja nicht so gemeint hätte, und darum betteln, Bild möge einen bitte wieder lieb haben. Wie tief kann man sinken?

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Trotz alledem

Nun, da die Helden meiner Jugend gerade einer nach dem anderen zu sterben scheinen, wird es Zeit, die alten Liederbücher herauszukramen, die auf Vinyl, mit den Kratzern und den großen quadratischen Umschlägen mit den eingehefteten Textseiten, in denen man früher stundenlang alle Textzeilen wieder und wieder gelesen hat, während die Platte im Hintergrund immer wieder von vorne lief. Und war seh ich da? Dass ich damals so genau wohl doch nicht hingeschaut haben kann.

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7 Milliarden – und ich


Der 3.481.517.939. Mensch auf der Erde – war ich. Naja, so ungefähr. Bei der BBC kann man sich errechnen lassen, wieviele Menschen lebten, als man auf die Welt kam, basierend auf den Daten des UN-Bevölkerungsfonds, der auf 7billionandme.org noch mehr Details zur persönlichen Statistik liefert.

Schier Unglaubliches ist seit meiner Geburt geschehen.

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Visionen

Visionen

Dieser Tage den Film “Bobby” gesehen (Trailer), der am 4. Juni 1968 spielt – der Tag, bevor Robert Kennedy ermordet wird. Ein Episodenfilm, der sich vordergründig nicht um Kennedy dreht, sondern um sehr unterschiedliche Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen, die sich – zufällig oder nicht – an diesem Tag im Ambassador Hotel in Los Angeles aufhalten. Hier feiert Senator Robert Kennedy den Sieg bei den Vorwahlen, und hier verkündet er gegen Mitternacht seine Entschlossenheit, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Minuten später fallen die Schüsse.

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Revolverheld

Mensch, unser Innenminister. Ein ganzer Kerl, der Friedrich. Hat’s den Islamisten gerade wieder so richtig gezeigt. Wer Anschläge zu verüben gedenke, müsse damit rechnen, getötet zu werden. Da gäb’s “kein Mitleid”. Sagt Herr Friedrich, unser Innenminister. An Sonntagen schafft man es mit solchen Sprechblasen sogar in die Radionachrichten. Dabei haben wir heute, am Tag nach dem Viertelfinal-Aus, ganz andere Probleme.

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