Im Kanzlerbungalow

Es ist eine der begehrtesten Führungen, die das Bonner Haus der Geschichte im Programm hat, und sie ist noch dazu kostenlos: Begleitete Rundgänge durch den Kanzlerbungalow im Bundesviertel sind oft viele Wochen im Voraus ausgebucht. Spontanbesucher bekommen dennoch eine Chance – wenn sie frühzeitig da sind und viel Geduld mitbringen. DailyMo-Leser*innen bekommen hier einen exklusiven Einblick. Folgen Sie mir!

Fünf Kanzler wohnten mit diesem exklusiven Blick auf den Rhein – doch der Preis dafür war hoch. Und damit sind nicht die 3500 Mark Monatsmiete gemeint. Bild: Monika Gemmer

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27. Januar

Weil das Erinnern umso wichtiger wird, je lauter die schreien, die all das am liebsten vergessen (machen) wollen.

Konzentrationslager Buchenwald

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Fotos: Monika Gemmer

#Zusammen

In mehreren Städten in Deutschland lässt sich der Weihnachtsmarktbesuch heute mit einer Botschaft verbinden, denn von Hamburg bis München wird der Versuch unternommen, sich etwas von der klaren Haltung der Norweger nach den Breivik-Morden abzugucken und ein Zeichen zu setzen.

Wir wissen nicht, warum es zu dieser schrecklichen Tat kam, aber wir wissen, dass sie Hass und Misstrauen säen und uns als Menschen, als Gesellschaft, auseinandertreiben soll.
Unseren Hass bekommt ihr nicht.

Frankfurt am Main #Zusammen findet um 18 Uhr an der Hauptwache am Brockbau-Brunnen auf der Zeil statt.

Orlando

Weit weg vom Alltag, unter einer alles in warmes Licht tauchenden südlichen Sonne und einem Himmel, blankgefegt wie ein Bürgersteig in einer deutschen Kleinstadt an einem Samstagnachmittag, wollte ich die Morde von Orlando am liebsten ganz weit wegschieben. Nicht drüber nachdenken, was dort passierte. Nicht an mich heranlassen, wer da abgeschlachtet wurde und warum. Was es mit mir zu tun hat. Mir einreden, dass es keine Rolle spiele, ob es Besucherinnen und Besucher eines Rockkonzerts, eines Marktes, einer Touristenattraktion, eines Stadions oder eines Treffpunkts für Lesben, Schwule, Transgender trifft. Tagelang versicherte ich mir selbst, dass es falsch wäre, nur deshalb besonders berührt zu sein, weil es meinesgleichen getroffen hat. Darf man das? Und außerdem: Waren die anderen Opfer denn nicht auch meinesgleichen?

Hat nicht geklappt. Weiterlesen →

Der Mord an „Charlie Hebdo“ – und was er mit uns macht

Im Frankfurter Caricatur Museum gibt es in diesen Tagen den "Je suis Charlie"-Button zur Eintrittskarte dazu.

Im Frankfurter Caricatura Museum gibt es am Freitag den „Je suis Charlie“-Button zur Eintrittskarte dazu.

Fassungslosigkeit, Entsetzen und Trauer gehören in diesen Tagen, nach den Morden an zwölf Menschen bei und vor dem Satireblatt Charlie Hebdo in Paris, wohl zu den vorherrschenden Gefühlen in allen Redaktionen auf diesem Globus. Auch bei uns ist das so. Es ist anders als sonst, wenn ein Terroranschlag oder ein großes Unglück Redaktionen in eine Art professionellen Ausnahmezustand versetzt, der dazu zwingt, alle Planungen über den Haufen zu werfen und alle Kraft allein auf ein Ereignis zu konzentrieren. Es geht näher. Klar: Es sind quasi Kolleginnen und Kollegen, die in Paris für die Meinungsfreiheit starben. Empfinden wir deshalb mehr Mitgefühl? Vielleicht. Aber da ist noch etwas anderes: Das Gefühl der Bedrohung nimmt zu – auch, weil es längst Alltag geworden ist, Redaktionen aus dem Schutz der Anonymität aufs Übelste zu beschimpfen und namentlich genannten Menschen öffentlich den Tod zu wünschen. Man muss heute nicht mal über besonders heikle Themen schreiben, um zur Zielscheibe eines völlig entfesselten Mobs zu werden. Weiterlesen →

Die Hoheit zurückerobern

Die NSA wird uns auch künftig überwachen, wo sie nur kann. Die Bundesregierung wird auch in Zukunft nichts tun, um uns davor zu schützen. Im Gegenteil: Der BND betrachtet die Snowden-Enthüllungen als Machbarkeitsstudie – und will Geld, um all die schönen Technologien anwenden zu können. Und wir? Wir werden unsere Wohnungstüren noch bereitwilliger öffnen für das Internet der Dinge. Für fernüberwachte Rauchmelder und Smart Meter, die unsere Verbrauchsdaten digital an unseren Energieversorger übermitteln – inklusive der Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Und wenn er endlich da ist, der vernetzte Kühlschrank, auf den wir schon so lange warten, dann werden wir uns noch wünschen, er würde einfach nur unsere digitale Einkaufsliste verwalten – und nicht auch unsere Essgewohnheiten in die Welt twittern.

Ist das eine Kapitulation? Nö. Zunächst einmal ist es nicht mehr als die Erkenntnis, dass sich die Digitalisierung trotz Risiken und Nebenwirkungen fortsetzen wird – viel zu viele gute Gründe gibt es dafür. Da genügt ein Blick auf das saftige Grün meiner Pflanzen, die sehr viel besser gepflegt werden, seit mein Wlan-Pflanzensitter mir eine Pushnachricht aufs Smartphone schickt, wenn die Erde zu trocken oder Temperatur und Lichtverhältnisse ungünstig sind. Und auf das selbstfahrende Auto, das mich vor meiner Tür absetzt und dann eigenständig raus aus der Stadt kutschiert, freue ich mich jedesmal, wenn ich wieder mal Runde um Runde auf der Suche nach einem Parkplatz drehe. Weiterlesen →

Das Jahr des Schulterzuckens

Privatsphäre? War einmal. Foto: Denis Junker / fotolia.com

Privatsphäre? War einmal. Foto: Denis Junker / fotolia.com

„Kein Geheimdienst würde so ungeniert auf Bilderjagd gehen. Bereits heute besitzt der Suchmaschinen-Konzern Google genauere Personenprofile als jede Regierung dieser Welt.“ Ob Ilse Aigner dieser Satz heute peinlich ist?  Nein, vermutlich nicht. Sie würde die Schultern zucken und sagen: Jo mei. Damals ging es ja auch gegen Großkonzerne wie Google und Facebook. Damals ging es um Hausfassaden. UM HAUSFASSADEN.

2013 geht zuende als das Jahr, in dem unsere Regierungen – ob Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot – uns deutlicher denn je gesagt haben: Findet euch ab mit eurer Totalüberwachung. Datenschutz, informationelle Selbstbestimung, Freiheit der Gedanken – alles nicht mehr so wichtig. Die Kanzlerin hat uns deutlich gezeigt, dass sie unsere Privatsphäre nicht vor fremden Geheimdiensten schützen wird. Wir haben sie trotzdem wieder ins Amt gewählt. Nun führt sie zusammen mit ihrem neuen Partner SPD die  Vorratsdatenspeicherung wieder ein. Im Koalitionsvertrag steht ansonsten etwas von einem neuen IT-Sicherheitsgesetz, einer europäische Cybersicherheitsstrategie und Europa als „Vertrauensraum“ – gerade so, als läge es nur an fehlenden Gesetzen, dass wir flächendeckend ausspioniert werden. Und als würden sich die Geheimdienste, wenn diese Gesetzeslücken nur geschlossen werden, daran halten.

„Wir wollen eine bessere parlamentarische Kontrolle der Nachrichtendienste“, dieser vage Satz im Koalitionsvertrag ist ein Offenbarungseid. Ihr habt keine Kontrolle mehr. Und nicht die leiseste Idee, was ihr dagegen tun könntet. Ihr habt kapituliert und eines der wichtigsten Bürgerrechte preisgegeben. Geht ja nicht gegen Google und Facebook, diesmal. Hausfassaden lasst ihr verpixeln, Menschen lasst ihr abhören. Das Unerträglichste dabei ist euer Schulterzucken.

Szene aus "Das Leben der Anderen"

Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, remember?

Nennt mich meinetwegen naiv. Aber das Ausmaß der staatlichen Schnüffeleien, denen wir scheinbar hilflos ausgesetzt sind, hat mich umgehauen. Dabei kennen wir vermutlich noch nicht einmal die ganze Schweinerei. Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat den Vorhang nur ein kleines Stück beiseite gezogen. Das, was da zum Vorschein kommt, reicht aus, um noch den letzten Rest Glauben an die eigenen Grundrechte zu verlieren. Informationelle Selbstbestimmung? Staatliches Ausspähen von persönlichen Daten nur mit richterlicher Anordnung? Grundrecht auf Vertraulichkeit? Die Geheimdienstler dieser Welt biegen sich vor Lachen. Weiterlesen →