Das Buch muss weg!

re:publica 2013

re:publica 2013

Nein, natürlich nicht das Buch an sich. Nur das gedruckte. Damit Platz geschaffen wird für das neue, das digitale Buch. Das Buch ist nicht als Gesamtkonzept gescheitert. Nur als physisches Produkt muss es abgeschafft werden, damit wir eine neue Evolutionsstufe erreichen – genau so, wie die Erfindung der beweglichen Letter die Kopisten in den Klöstern überflüssig machte. Das sagt Ralf Stockmann von der Staatsbibliothek Berlin, u.a. zuständig für die Digitalisierung gemeinfreier Werke. Ein Bücherretter, der Bücher abschaffen will! Wo gibt’s denn sowas? Auf der re:publica natürlich.

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Hannah Arendt – die Anti-Ikone

Sie raucht wie ein Schlot, spricht ein Englisch mit sehr deutschem Akzent, führt ein offenes Haus und ein geselliges Leben im New Yorker Exil. Sie scheut keine politische Auseinandersetzung, und wenn dabei Freundschaften auf der Strecke bleiben, wirkt das wie ein Kollateralschaden: nicht schön, aber eben unvermeidbar. Tief im Inneren aber leidet sie darunter. Barbara Sukowa ist als Hannah Arendt einfach großartig, und der Kinofilm ist rundum zu empfehlen.

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Droste-eBook – zweite Auflage!

Screenshot aus dem eBook: Das (interaktive) Wohnzimmer der Annette von Droste


Screenshot aus dem eBook: Das (interaktive) Wohnzimmer der Annette von Droste

Wow. Hätte ich mein Droste-Buch gedruckt, in einer Startauflage von, sagen wir, 1000 Stück, dann wäre es bereits so gut wie vergriffen! Fast so viele Downloads verzeichnet die Statistik seit der Veröffentlichung im Mai 2012. Nicht schlecht für ein Buch, das sich um eine Dichterin aus dem 19. Jahrhundert dreht, finde ich. Zeit für eine Neuauflage!

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Es geht nicht um den Zaun, sondern darum, wer das Gartentor kontrolliert

Neulich hatte ich Abitreffen, und es war ein sehr schöner, besonderer Abend. Nicht nur, weil ich alte Bekannte nach langer Zeit wiedersah, sondern auch noch aus einem anderen Grund: Ich fand mich aus purem Zufall in Gesprächen mit Leuten wieder, mit denen ich damals, zu Schulzeiten, wenig bis gar nichts zu tun hatte. Und siehe da: Die meisten dieser unerwarteten Gespräche waren interessant und anregend.

Hätte dieses Treffen nicht im Restaurant eines Taunusstädtchens, sondern auf Facebook stattgefunden, so wären diese Unterhaltungen nicht zustande gekommen. Denn die Menschen, mit denen ich lange nichts zu tun hatte, hätten eben auch nicht zufällig neben mir gestanden. Der Hausherr (nennen wir ihn Mark Z.) hätte sie von vorneherein an einen anderen Tisch, in einem anderen Raum oder gleich in einem anderen Gebäude platziert. Was für ein Verlust, oder?

2013: Das Web zurückerobern – die Debatte, die Johnny Haeusler aufgeworfen hat, geht in diese Richtung. Tenor: Lasst uns nicht nur noch hinter den Zäunen der Facebook-Gärten miteinander reden, sondern vermehrt wieder dort, wo alles mal begonnen hat: In Blogs.

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Unerwartete Begegnung

Droste-Lesung

Droste-Lesung

Manchmal lohnt es sich wirklich, mal vom Weg abzuweichen und, einem Gefühl folgend, einen ungeplanten Abstecher zu machen. So stand ich dieser Tage plötzlich vor diesem Bild. Das passt wunderbar – denn ich arbeite gerade an einem Update meines Droste-eBooks. Nun bekomme ich auch die passende Lesung zu diesem Projekt. :)

Buchmesse-Mitbringsel

Harry Rowohlt

“Hätte ich gewusst, dass dies ein ernsthaftes Gespräch werden soll …”: Harry Rowohlt

Insgeheim hatte ich gehofft, auf der Frankfurter Buchmesse einem Zusammentreffen der beiden Streithansel Elke Heidenreich und Denis Scheck (aka “alte Schachtel” und “hysterisches Rolltreppendickerchen”) beiwohnen zu können, doch dazu kam es nicht. Elke Heidenreich sprach wie üblich über ihre Lesegewohnheiten und ihre Laster (“Verbotene Liebe”). Der allgegenwärtige Denis Scheck teilte sich anderntags die Bühne (unter anderem) mit Harry Rowohlt. Der verbringt mitnichten seine Zeit hauptsächlich am Tresen des Restaurants Sarikakis, sondern vor allem mit dem Übersetzen von Büchern, zuletzt des US-Autors Kurt Vonnegut. Das Gespräch hat mich köstlich amüsiert, hier mein Zusammenschnitt:

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Mein Buchmesse-Moment

Eine unverhoffte Begegnung zwischen zwei Hallen:

Rafik Schami (und Denis Scheck)

Rafik Schami (und Denis Scheck)

Zeitreise auf der Zeitleiste

Zeitreise - © styleuneed - Fotolia.com

© styleuneed – Fotolia.com

Auf der Suche nach Werkzeugen, mit denen sich schöne Zeitleisten erstellen lassen, fand ich neulich Timeline JS. Im Hintergrund werkelt eine bei Google Drive gespeicherte Tabelle, die alle notwendigen Daten enthält – Titel und Beschreibung, Start- und Enddatum, Links zu Multimedia-Inhalten wie Videos (Youtube, Vimeo, Dailymotion), Fotos (Flickr), Audios (Soundcloud), Karten (Google Maps), Tweets und Wikipedia-Artikel, sowie Extrafelder für Credits. Bei den Schriftarten hat man die Auswahl aus einer ganze Reihe von Sets.

Für Websites, die mit WordPress laufen, gibt es ein passendes Plugin, das – wenn alles funktioniert – das Hantieren mit der Tabelle erspart. Wie ich das verstehe, erlaubt das Plugin allerdings nur das Anlegen einer einzigen Zeitleiste. Und ich kann mir nicht helfen: Ich finde es übersichtlicher, alle Daten in einer ordentlichen Tabelle vor Augen zu haben, als für jeden Eintrag auf der Zeitleiste im WordPress-Backend einen eigenen Artikel erstellen zu müssen. Aber das ist sicher Geschmackssache.

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Die kleine, große Welt der Jane Austen

Das Haus, in dem Jane Austen nach ruhelosen Jahren die Freiheit und die Muße fand, um ihre Bücher zu vollenden und zu veröffentlichen, ist ein unscheinbarer Backsteinbau an einer Kreuzung in dem kleinen Ort Chawton in Hampshire. Einer ihrer Brüder war unter glücklichen Umständen in den Besitz des Gebäudes gelangt, und er ließ seine verwitwete Mutter und seine beiden Schwestern Jane und Cassandra auf Lebenszeit mietfrei dort wohnen.

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Ein Zimmer für sich allein

… für Virginia Woolf selbst befand sich dieser viel zitierte Platz, an dem eine Frau frei sein konnte, in einer kleinen Hütte im verwunschenen Garten ihres Hauses in Rodmell, Sussex. Die angrenzende Wiese hat sie später hinzu gekauft, um einen freien Blick auf die Hügel der Gegend zu haben. Und dort liegen die Bowlingkugeln, als habe sie sie eben erst fallen lassen, um im Gartenhäuschen ein paar Seiten zu schreiben. Ein magischer Ort, den ich heute fand (und das ganz ohne Navi, das fiel nämlich aus).

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