7 Milliarden – und ich

Der 3.481.517.939. Mensch auf der Erde – war ich. Naja, so ungefähr. Bei der BBC kann man sich errechnen lassen, wieviele Menschen lebten, als man auf die Welt kam, basierend auf den Daten des UN-Bevölkerungsfonds, der auf 7billionandme.org noch mehr Details zur persönlichen Statistik liefert.
Schier Unglaubliches ist seit meiner Geburt geschehen.
MehrMach’s gut, Drahtesel
Hast mich gut durch die Stadt, auf vielen Touren am Main und sogar zum Leuchtturm List auf Sylt gerollt. Gut, ok: Die letzten Jahre habe ich dich nachlässig behandelt. Wind und Wetter haben dir zugesetzt. Gerade hatte ich mir vorgenommen, dich zu putzen, dir eine neue Kette und neue Bremsen zu spendieren, da trennen sich vor ein paar Tagen unerwartet unsere Wege: An den Riederhöfen biste mir geklaut worden, als ich mal eine Minute nicht nach dir gesehen hab. Eins sag ich dir: Unter Tausenden würd ich dich erkennen, falls wir uns jemals wiedersehen. Ich halte die Augen nach dir offen.
MehrIch bin noch da
Oh. Du hier? Seltsam, dabei ist hier doch kaum noch etwas los. Es kommt sicher nicht mehr häufig vor, dass sich jemand hierher verläuft. Ich selbst bin auch viel zu selten hier. Die Zeiten, da dieses Blog seinem Namen gerecht wurde, sind lange vorbei. Woran liegt’s? Ach, es gibt einige Gründe.
MehrSchickt! Mich! Weg!
Fast zwei Jahre schon seit meiner letzten Tour. Höchste Zeit, sich mal wieder in den Fahrradsattel zu setzen und eine Woche durchzustrampeln – aber wohin? Die Lauenburg-Ostsee-Strecke fiel im vergangenen Jahr dem G8-Gipfel zum Opfer, aber vielleicht sollte ich die Pläne reaktivieren? Oder eine entspannte Tour am Rhein entlang, etwa Mainz – Köln? Ach, wisst ihr was: Sucht’s euch aus. Ich habe schon immer einen Anlass gesucht, hier ein bisserl Webzwonull-Citizen-Journalism-Online-Democracy reinzubringen und dieses Poll-Plugin zu testen.
Die Ausgangslage: Eine Woche Zeit, innerhalb Deutschlands, Tagesetappen 50 bis 60 Kilometer. Irgendwo am oder zum Wasser. Flach, wenn’s geht. Entspannt. Schön. Hier abstimmen – oder eigene Touren-Vorschläge in die Kommentare. Als Belohnung wartet ein Reisebericht. Dankeschön. Also, wo geht’s lang?
MehrFrankfurt Story
Während Ihr hier darbt und Daily inzwischen Weekly (oder gar Monthly?) Mo heißen müsste, habe ich drüben bei meinem Brötchengeber ein neues Projekt gestartet. Wie schon bei den Droste-Briefen geht es auch in der Frankfurt Story darum, vergangene Zeiten aufleben zu lassen und Geschichte zeitgemäß darzustellen – in diesem Fall die Geschichte der Stadt, an deren Flussufer ich täglich meiner Arbeit nachgehe. Der Name des Projekts lehnt sich an “Berlin Story” an, einen meiner Lieblingsläden in der Hauptstadt.
Bei der Arbeit an diesem neuen Histo-Blog bin ich über einen interessanten Dienst gestolpert: xtimeline.com ermöglicht das Erstellen von Zeitleisten. Ideal für historische Projekte: Auf dem Zeitstrahl lassen sich auf recht komfortable Weise Ereignisse eintragen, mit Text-Beschreibung, Bild oder Video versehen und diskutieren. Man kann wählen, ob die eigene Zeitleiste öffentlich sichtbar ist, man kann zusätzliche Editoren zulassen, die den Zeitstrahl um weitere Ereignisse ergänzen, und die Arbeit sichern, indem man die Ereignisse im CVS- oder XML-Format herunterlädt. Das Einbinden in die eigene Website ist möglich, aber noch nicht ganz ausgereift; die nötige Breite der Zeitleiste dürfte viele Layouts sprengen. Im Frankfurt-Blog geht sie deshalb bis auf weiteres als Popup-Fenster auf.
MehrEndlich 40
Es ging nicht aus den Fugen, das Haus – aus gutem Grund: Nach einer Woche Dauerregen klarte es punktgenau zu meiner Geburtstagsfeier auf. Wir konnten vom Nachmittag bis in den späten Abend draußen unter der Kastanie sitzen, Musik unter freiem Himmel machen, im Wald auf Schnitzeljagd gehen, auf einer endlich trockenen Wiese Frisbee werfen … Hin und wieder stahl ich mir einem Moment, lugte aus einem Fenster des Hauses heimlich nach draußen, wanderte bin mit den Augen die ganze Parade lieber Gäste entlang, dachte mir noch jene hinzu, die aus verschiedenen Gründen nicht hier sein konnten – und durfte feststellen: Was für ein glücklicher Mensch bin ich.
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