Open Data, open mind – meine re:publica-Highlights
Open Data war eines der großen Themen auf der Netzkonferenz re:publica – perfekt für mich, denn ich sauge derzeit alles auf, was mit Datenjournalismus zu tun hat. Kleinere Datenvisualisierungen bringe ich immer mal wieder in meinem online-journalistischen Alltag unter, und gerade neulich konnte ich von Christina Elmer (früher stern.de, jetzt Spiegel online) eine Menge über Datenjournalismus lernen. Aber zu einem richtig großen Projekt fehlt es meist an Zeit, Mitstreitern und Budget.
MehrDas Buch muss weg!
Nein, natürlich nicht das Buch an sich. Nur das gedruckte. Damit Platz geschaffen wird für das neue, das digitale Buch. Das Buch ist nicht als Gesamtkonzept gescheitert. Nur als physisches Produkt muss es abgeschafft werden, damit wir eine neue Evolutionsstufe erreichen – genau so, wie die Erfindung der beweglichen Letter die Kopisten in den Klöstern überflüssig machte. Das sagt Ralf Stockmann von der Staatsbibliothek Berlin, u.a. zuständig für die Digitalisierung gemeinfreier Werke. Ein Bücherretter, der Bücher abschaffen will! Wo gibt’s denn sowas? Auf der re:publica natürlich.
MehrIch suche eine neue Herausforderung als Online-/Digital-Redakteurin!

Das bin ich: Monika Gemmer, 45, Digitaljournalistin mit langjähriger Berufserfahrung. Foto: Renate Schildheuer
Lebenslauf, mal anders
Tabellarischer Lebenslauf? Langweilig, oder? Inzwischen gibt es einige digitale Werkzeuge, die dabei helfen, die Stationen des beruflichen Lebens ansehnlich aufzubereiten. Eines davon heißt ResumUp.
Der Lebenslauf besteht aus vier Bereichen. Oben stehen Basis-Informationen wie Name, Alter, Kontaktdaten sowie der aktuelle Beruf und ein Foto. Den Mittelpunkt bildet eine Zeitleiste, auf der sich Ausbildung, Berufserfahrung, Stellen und berufliche Ereignisse aneinanderreihen lassen. Darunter ist Platz für weitere Informationen, die Personalchefs interessieren: Besondere Fertigkeiten im Beruf, eine Selbsteinschätzung sozialer Kompetenzen und persönlicher Eigenschaften, Sprachkenntnisse und Hobbys. In der rechten Spalte schließlich kann man seine Vorstellungen vom neuen Job angeben: Gehaltsrahmen, gewünschte Arbeitszeit, Bereitschaft zum Umzug und dergleichen. Und natürlich, ob man derzeit “zu haben” ist.
MehrDas Leistungsschutzrecht verwirrt selbst seine Befürworter
Es kam, wie es kommen musste: Eine schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag löste heute ihr Wahlversprechen an die mächtigsten Medienkonzerne des Landes ein und verabschiedete ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Dass im Axel-Springer-Verlag heute die Sektkorken knallen, ist dennoch unwahrscheinlich. Denn das, was das Parlament da mit 293 Ja- zu 243 Nein-Stimmen (und bei drei Enthaltungen) passieren ließ, wird den Presseverlagen die erhofften zusätzlichen Einnahmen nicht bescheren. Auf die dürfen sich stattdessen die Abmahnanwälte des Landes freuen. Google, den ursprünglichen Adressaten des Gesetzes, wird es nicht kratzen. Seitdem wenige Tage vor der Verabschiedung ein entscheidender Halbsatz in den Gesetzestext geriet, der das Zitieren von „einzelnen Wörtern und kleinsten Textausschnitten“ ausdrücklich erlaubt, kann sich der Konzern zurücklehnen. Oder doch nicht?
MehrDroste-eBook – zweite Auflage!
Wow. Hätte ich mein Droste-Buch gedruckt, in einer Startauflage von, sagen wir, 1000 Stück, dann wäre es bereits so gut wie vergriffen! Fast so viele Downloads verzeichnet die Statistik seit der Veröffentlichung im Mai 2012. Nicht schlecht für ein Buch, das sich um eine Dichterin aus dem 19. Jahrhundert dreht, finde ich. Zeit für eine Neuauflage!
MehrEs geht nicht um den Zaun, sondern darum, wer das Gartentor kontrolliert
Neulich hatte ich Abitreffen, und es war ein sehr schöner, besonderer Abend. Nicht nur, weil ich alte Bekannte nach langer Zeit wiedersah, sondern auch noch aus einem anderen Grund: Ich fand mich aus purem Zufall in Gesprächen mit Leuten wieder, mit denen ich damals, zu Schulzeiten, wenig bis gar nichts zu tun hatte. Und siehe da: Die meisten dieser unerwarteten Gespräche waren interessant und anregend.
Hätte dieses Treffen nicht im Restaurant eines Taunusstädtchens, sondern auf Facebook stattgefunden, so wären diese Unterhaltungen nicht zustande gekommen. Denn die Menschen, mit denen ich lange nichts zu tun hatte, hätten eben auch nicht zufällig neben mir gestanden. Der Hausherr (nennen wir ihn Mark Z.) hätte sie von vorneherein an einen anderen Tisch, in einem anderen Raum oder gleich in einem anderen Gebäude platziert. Was für ein Verlust, oder?
2013: Das Web zurückerobern – die Debatte, die Johnny Haeusler aufgeworfen hat, geht in diese Richtung. Tenor: Lasst uns nicht nur noch hinter den Zäunen der Facebook-Gärten miteinander reden, sondern vermehrt wieder dort, wo alles mal begonnen hat: In Blogs.
MehrVideos in eigene Google Map einbinden
Daran habe ich mir fast die Zähne ausgebissen: Nachdem Google seine alte Videoplattform eingestellt und die Nutzer aufgefordert hat, ihre Videos zu Youtube umzuziehen, funktionierte bei mir das Einbetten eines Films in einer eigenen Google Map nicht mehr. Weder der iframe- noch der alte Einbettungscode zeigten ein Ergebnis an. Kurz vorm Verzweifeln fand ich in einem Forum einen Workaround, den ich hier vor allem für den Fall notiere, dass ich ihn wieder vergesse. Man entferne folgenden Teil aus dem (alten) Embed-Code:
MehrDroste in Briefen – jetzt auch als interaktives eBook
Jaha, ich geb’s zu: Apple hat leichtes Spiel mit mir. In Cupertino reibt man sich die Hände über Leute wie mich, die sich mit fast jedem neuen Spielzeug ködern lassen. So ist es halt: Gebt mir eine komfortables Werkzeug, um interaktives Zeugs zu damit herzustellen, und ich sehe großzügig über die Fesseln hinweg, die man mir dafür anlegt.
Aber von Anfang an.
MehrBewegte Tage…
… sind das. Ich bin gedanklich noch immer auf der besten re:publica, die ich je erlebt habe (und fest entschlossen, wenigstens einen Teil meiner vielen Notizen noch zu verbloggen), ein neues Buch-Projekt ist abgeschlossen und wartet auf grünes Licht (auch dazu bald mehr), die App der Frankfurter Rundschau ist für den Grimme Online Award nominiert (jipiieh!).
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