Baustellenbesuch bei der neuen EZB
Frankfurt verändert sich ja ständig, aber derzeit ganz besonders. An mehreren Stellen in und nahe der Innenstadt klaffen Großbaustellen. Eine davon ist im Ostend, auf dem Gelände der früheren Großmarkthalle wächst dort die neue Europäische Zentralbank himmelwärts. Die beiden Türme sind bereits seit einiger Zeit von weither zu sehen und verändern die Silhouette der Stadt. Inzwischen sind auch die ersten Stahlstreben eingebaut, die die Türme miteinander verbinden. Unglaubliche 43 bzw. 45 Stockwerke bekommen sie; gestern habe ich ungefähr 25 gezählt.
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Dieser Tage wurde eine Nachbarin vom ASB aus ihrer Wohnung geholt. Die Männer trugen sie, im Rollstuhl sitzend, aus dem vierten Stock die Treppe herunter.
Als ich in dieses Haus zog (und das war doch quasi gerade erst gestern …), traf ich die ältere Dame fast täglich im Treppenhaus – immer war sie gerade auf dem Weg irgendwohin oder kam gerade von irgendwoher. Angebote, ihr mal was beim Einkaufen mitzubringen, lehnte sie stets dankend ab: Sie müsse in Bewegung bleiben, sagte sie. Nein, ein Umzug in eine Erdgeschosswohnung, das käme nicht in Frage. Der vierte Stock, das sei ihr Garant für Bewegung.
MehrDie Wulff-Story
Für FR und Berliner Zeitung habe ich das ganze Bundespräsidenten-Drama mit Hilfe des Kuratierungswerkzeugs Storify nacherzählt: Nach dem Klick.
MehrHerrje, Wulff!
Ich weiß gar nicht, was ich mehr zum Kotzen finden soll: Dass Leute erst dann mit dem Drecksblatt Bild zu brechen drohen, wenn die negativen Schlagzeilen ausnahmsweise mal sie selbst treffen – während sie offensichtlich kein Problem damit haben, mit Springer zu kuscheln, solange die Kübel voller Mist nur über anderen ausgeschüttet wurden. Oder dass Leute sich nicht schämen, später auf Diekmanns Mobilbox zu winseln, dass man das alles ja nicht so gemeint hätte, und darum betteln, Bild möge einen bitte wieder lieb haben. Wie tief kann man sinken?
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