Main Handtuch am Fluss

Geocaching in und um Frankfurt

Es war eine schwere Geburt – aber nun liegt sie, meine erste Dose. Nach 150 Funden hatte ich Lust, mal die andere Perspektive kennenzulernen und einen eigenen Geocache zu verstecken. Ich habe einen schönen Ort dafür gefunden.

Mainufer bei Hanau

Mainufer bei Hanau: Hier liegt “Main Handtuch”.

 

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Lieblingsorte: Das Turmzimmer der Weißfrauenkirche

Der Blick aus dem Fenster der Mönchsklause auf die Gutleutstraße

Der Blick aus dem Fenster der Mönchsklause auf die Gutleutstraße im Bahnhofsviertel.

Das Bahnhofsviertel ist einer der kleinsten Stadtteile Frankfurts: Ein gutes Dutzend Straßen, schachbrettartig gezogen auf kaum mehr als einem halben Quadratkilometer, und doch so laut und lebendig, so vielfältig und verrufen wie kein anderes Quartier. Dass auf diesem überschaubaren Fleckchen die ganze Welt zuhause ist, hört sich an wie ein ausgeleiertes Klischee. Aber mit 180 vertretenen Nationen hält es der Wirklichkeit einigermaßen stand.

Hier gibt es alles. Gemüsehändler stopfen ihre Auslagen voll mit exotischen Lebensmitteln. Restaurants bieten Spezialitäten aus allen Kontinenten. Alims Fisch verkauft sich so gut, dass er nach Bockenheim und ins Ostend expandieren konnte. Es gibt türkische Friseure, Hotels jeder Preisklasse, Werbeagenturen, Striplokale, Künstlerateliers, romantische Dachterrassen, Tanzschuppen, Bars, Fixerstuben, eine Freimaurerloge. Und mittendrin sogar eine Mönchszelle.

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Zeitreise

Altenberger Dom

Altenberger Dom

Da stehe ich an einem sonnigen Frühlingsabend im Tal der Dhünn im Bergischen Land, sehe einen Reiher auf einer saftigen Wiese herumstaksen und weiß plötzlich: Hier bin ich gerade richtig. Dieses Gefühl, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Nicht in Gedanken woanders, schon wieder oder immer noch, sondern wunschlos, versenkt an Ort und Stelle wie ein sauber eingeschlagener Nagel in frischem Holz. Eben bin ich aus dem Dom, wo ich Kerzen angezündet habe, in die Abendsonne herausgetreten, und hier draußen hat dieses wunderbare “Alles-ist-gut”-Gefühl auf mich gewartet.

Ein paar Schritte vor mir geht mein Vater. Die Hände hinterm Rücken verschränkt, ein wenig gebeugt, aber immer noch mit entschlossenen Schritten. Vor 56 Jahren, im Mai 1958, hat er hier meine Mutter geheiratet: Im Altenberger Dom, eine Simultankirche, die sie sich ausgesucht hatten, weil er evangelisch und sie katholisch war.

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Die Hoheit zurückerobern

Die NSA wird uns auch künftig überwachen, wo sie nur kann. Die Bundesregierung wird auch in Zukunft nichts tun, um uns davor zu schützen. Im Gegenteil: Der BND betrachtet die Snowden-Enthüllungen als Machbarkeitsstudie – und will Geld, um all die schönen Technologien anwenden zu können. Und wir? Wir werden unsere Wohnungstüren noch bereitwilliger öffnen für das Internet der Dinge. Für fernüberwachte Rauchmelder und Smart Meter, die unsere Verbrauchsdaten digital an unseren Energieversorger übermitteln – inklusive der Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Und wenn er endlich da ist, der vernetzte Kühlschrank, auf den wir schon so lange warten, dann werden wir uns noch wünschen, er würde einfach nur unsere digitale Einkaufsliste verwalten – und nicht auch unsere Essgewohnheiten in die Welt twittern.

Ist das eine Kapitulation? Nö. Zunächst einmal ist es nicht mehr als die Erkenntnis, dass sich die Digitalisierung trotz Risiken und Nebenwirkungen fortsetzen wird – viel zu viele gute Gründe gibt es dafür. Da genügt ein Blick auf das saftige Grün meiner Pflanzen, die sehr viel besser gepflegt werden, seit mein Wlan-Pflanzensitter mir eine Pushnachricht aufs Smartphone schickt, wenn die Erde zu trocken oder Temperatur und Lichtverhältnisse ungünstig sind. Und auf das selbstfahrende Auto, das mich vor meiner Tür absetzt und dann eigenständig raus aus der Stadt kutschiert, freue ich mich jedesmal, wenn ich wieder mal Runde um Runde auf der Suche nach einem Parkplatz drehe.

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Kurz geknipst

#meinfrankfurt im Norden

#meinfrankfurt im Norden – zwischen Heiligenstock und Bad Vilbel

Journalismus. Nur besser.

Constantin Seibts Blog Deadline zu lesen, das lohnt sich für schreibende Journalistinnen und Journalisten eh immer. Ihn mal persönlich auf der re:publica in Berlin zu hören ist fast genauso gut. Eine Zusammenfassung in Tweets.

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29. April 2004

Misses Large

Misses Large.

Ein guter Hund stirbt nie -
er bleibt immer gegenwärtig.
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift
und der Winter näher kommt,
sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand
wie in alten Zeiten.
Mary Carolyn Davies

29. April 2004

Happy birthday, William Shakespeare!

In Stratford-upon-Avon durfte ich vor vielen Jahren mal sein (rekonstruiertes) Haus betreten und neulich in London Shakespeare’s Globe, das nachgebaute Theater an der Themse, in den Himmel ragen sehen. Vermutlich wird er heute 450 Jahre alt. Hier meine kleine Hommage an William Shakespeare und seine Werke.

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Ffm – Frankfurt fragt mich

Du samma ...

Gute Frage – gestellt am Ostbahnhof.

Seit wenigen Tagen ist der Mängelmelder der Stadt Frankfurt live: Wer irgendwo in der Stadt eine kaputte Ampel oder Straßenlaterne, Schäden am Gehweg oder an Müllcontainern entdeckt, kann über das Portal eine Meldung mit Ortsangabe und Beschreibung absetzen. Das funktioniert mit oder ohne Anmeldung, lediglich die Angabe einer gültigen Mailadresse ist Pflicht. Optional lässt sich zusätzlich ein Bild von der Schadensstelle hochladen.

Aktuell sind rund 90 Mängel gemeldet, von einem verschwundenen Glascontainer über lose Kabel an einer Straßenlaterne bis zu Schlaglöchern an der Holbeinstraße. Auf einem Stadtplan werden die Mängel als Sprechblase angezeigt, die Farbe der Blase markiert den Status der Meldung: Gelb steht für “in Bearbeitung”, grün für “behoben” – wobei mir nicht ganz klar wird, ob das wörtlich gemeint ist. Denn klickt auf eine grüne Sprechblase, öffnet also die zugehörige Meldung, so bedeutet grün plötzlich nicht mehr “behoben”, sondern “beantwortet”, was offenbar auch einfach nur “an die zuständige Stelle weitergeleitet” heißen kann. Als Antworten im “Logbuch” werden Standardsätze verwendet, aber das stört mich persönlich nicht, im Gegenteil – es erleichtert den Betreuern vom Servicecenter 155 sicher die Arbeit. Entscheidend ist ja nur, dass Mängel tatsächlich geprüft und gegebenenfalls repariert werden.

Der Mängelmelder der Stadt Frankfurt

Screenshot vom Mängelmelder der Stadt Frankfurt – zu finden unter www.ffm.de

Erster Eindruck: Der Mängelmelder geht in die richtige Richtung und ist in vielerlei Hinsicht gut umgesetzt. Er ist Bestandteil des Portals “Ffm – Frankfurt fragt mich”, wo auch der Bürgerhaushalt seinen Platz gefunden hat, ein Projekt, das nicht wirklich doll gelaufen ist. Nur 0,4 Prozent der rund 700.000 Bürger haben sich sich beteiligt, also Vorschläge unterbreitet, wofür die Stadt Geld ausgeben soll. Vielleicht ahnten die Frankfurter aber auch, dass aus diesen Ideen eh nichts wird. Einen echten Bürgerhaushalt, also einen Etat, über dessen Verwendung die Bürger entscheiden, gibt es nämlich gar nicht. Am Ende entscheiden doch die Ämter.

Dem Mängelmelder wünsche ich ein besseres Gelingen – und den Betreuern der Plattform einen langen Atem, auch dann, wenn sie zwischenzeitlich mal mit Nonsens-Meldungen oder Spam traktiert werden. Damit ist zu rechnen, da muss man irgendwie durch. Es wäre jammerschade, wenn die destruktive Trolle es schaffen würden, das vielversprechende Projekt zu torpedieren.

Empfehlung: Zusammenarbeit mit dem zu Recht vielgelobten Portal frankfurt-gestalten.de prüfen. Die machen schon länger vieles richtig.

Hamburger leben länger!

Vorbildlich: Das Max-Planck-Institut für Demografieforschung hat nicht nur herausgefunden, dass die Lebenserwartungen in Deutschland sehr unterschiedlich verteilt ist, sondern stellt auch gleich Rohdaten der Studie inklusive Geodaten zum Download zur Verfügung. So konnte ich recht schnell diese Karte erstellen:

Sie zeigt, wie stark der Anteil von Uralten (das sind jene, die gegen Ende des 19.Jahrhunderts in der jeweiligen Region geboren wurden, im Untersuchungszeitraum von 1989 bis 2002 also 105 Lebensjahre oder mehr auf dem Buckel hatten) nach oben oder unten vom Bundesdurchschnitt abweicht. Und siehe da: An der Küste lebt sich’s länger! Ganz besonders lange leben die Hamburger, die Stadt ist Spitzenreiter mit einem Hochbetagten-Anteil, der um 71 Prozent über dem Durchschnitt liegt.

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