“Ist das Journalismus oder kann das weg?”

Heute einen Geburtstag begangen und einigen Vorträgen bei Frankfurter Tag des Onlinejournalismus gelauscht. Hier eine Zusammenfassung mit Mut zur Lücke. ;)

Was ich auch diesmal wieder nicht verstehe

… das ist, wo genau sich in dem Satz “Die anderen machen’s doch auch” das Argument versteckt.

“Der Name (des Kopiloten) ist ohnehin auf dem Markt, dann können wir ihn jetzt auch nennen” scheint mir dabei noch die ehrlichste Formulierung. Denn nur darum geht es: Den Markt abschöpfen. Alles rausholen, was geht. Ein größtmögliches Stück vom Kuchen abschneiden. All das andere Gerede von “Trauerarbeit”, “Aufklärung”, “Auftrag”, “Leserinteresse”, “Dienst an der Wahrheit”, “das Unfassbare fassbar machen”,  ist nicht als das: Gerede, das verdecken soll, dass es ums eigene Geschäftsmodell geht.

Und leider hat sich Grenze zwischen Boulevard und Nicht-Boulevard dabei wieder ein Stück weiter verschoben.

Es gibt aber auch lesenswerte Texte zur Berichterstattung rund um Flug 4U9525:

Rüschhaus und Hülshoff im Zeitraffer

Eine Ente nimmt den Wassergraben vor Burg Hülshoff wieder in Besitz, nachdem die Fontäne abgestellt wurde, und dreht wie demonstrativ ihre Runden. Flugzeuge am Himmel ziehen Bahnen wie Sternschnuppen. Wölkchen reißen aus und wehen ihrer eigenen Wege. Die untergehende Sonne lässt die Schatten der Bäume auf der Fassade des Teehäuschens wandern.

Das sind meine Lieblingsstellen in meinem* kleinen Film mit Fotos und Zeitraffer-Aufnahmen von Rüschhaus und Burg Hülshoff:

* nur echt mit dem Fussel oben links auf dem Sensor! :)

Der Flug der Zeit

Ich bin gerade mal wieder zu Besuch bei einer alten Freundin.

Burg Hülshoff

“Wo meines Fußes Spuren stehen”: Burg Hülshoff, Geburtsort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff – und nach fast 600 Jahren seit kurzem nicht mehr in Familienbesitz.

Ein halbes Dutzend Mal wohl werde ich schon hier gewesen sein, aber noch nie habe ich den Park rund um Burg Hülshoff so einsam erlebt. Die Saison hat erst zaghaft begonnen, bis April sind Museum und Restaurant im Schlosskeller montags und dienstags  noch geschlossen. Das Tor zum Park aber steht auch an diesen Tagen auf. Wer durchschlüpft, findet sich nahezu alleine in der weitläufigen Anlage, die sich rund um die Burg schmiegt, kann die baumgesäumten Wege ohne Störung erkunden – und jede Bank ist frei. In meinem Rucksack sind, neben der Fotoausrüstung, auch etwas zu Essen und zu Trinken, zu Lesen und zu Zeichnen. Und ich muss nirgendwo pünktlich sein.

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Ganz Frankfurt unter Rauchschwaden. Ganz Frankfurt? Nein.

Frankfurt am Mittag des 18.3.2015; Blickrichtung: Westen. Bild: www.mainhattan-webcam.de, Hi.Res.Cam GmbH/dpa

Frankfurt am Mittag des 18.3.2015; Blickrichtung: Westen. Bild: dpa

Eines der Bilder aus Frankfurt, das gestern auf Twitter eine größere Runde machte, ist der Blick aus einiger Höhe über den Main auf die Skyline. Quasi die ganze Stadt  scheint in dunklen Rauch gehüllt. Komisch: Unten auf den Straßen hat man das gar nicht so massiv erlebt.

Wir haben uns in der  Redaktion das Foto, das die dpa verbreitet hat, genauer betrachtet und es mit einem anderen Bild von Reuters verglichen, das dasselbe Motiv aus der Gegenperspektive zeigt. Wir kamen zu dem Schluss, dass es irreführend ist.

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Das Herz des Blockupy-Protests

Auch das war  der 18. März in Frankfurt: Kundgebung auf dem Römerberg am Nachmittag, bevor die Demo mit geschätzten 17.000 – 20.000 Menschen friedlich durch die Innenstadt zog. Auch die Nacht zum Donnerstag ist ruhig geblieben.

 

 

Schlachtfeld Frankfurt

Ich erkenne meine Stadt nicht wieder. Herrschaften, wenn ihr jetzt mal aufhört,  das Ostend zu zerlegen, dann beginne ich auch nicht zu glauben, dies sei die Alternative zum Kapitalismus.

 

#18m

Die neue Europäische Zentralbank im Frankfurter Osten ist für alle, die in der Nähe wohnen, schon ein gewohnter Anblick.  Die Banker sind auch längst eingezogen. Die offizielle Eröffnung am 18. März ist also eine verspätete Einweihungsparty, und viele Gäste werden auch nicht dabei sein – drinnen jedenfalls. Draußen werden sich geschätzte 10.000 Demonstranten und 8000 Polizisten tummeln.

Hier ein paar Eindrücke von der Fest-Deko, die gestern – drei Tage vor der Feier – rund um das Gelände drapiert wurde.

Die weltweit erste Droste-App ist da!

App-Icon für den Home-Bildschirm

Das Multimedia-eBook über Annette von Droste-Hülshoff hat eine kleine Schwester bekommen: Meine Smartphone-App für alle Freundinnen und Freunde der Dichterin führt zu ausgewählten Droste-Orten in Westfalen. Mit “Droste to go” habe ich mir selbst ein Geschenk gemacht. In Kürze werde ich wieder einmal nach Münster aufbrechen – und dafür wollte ich die gesammelten Infos, Bilder und Routen unterwegs schnell griffbereit haben. Da dachte ich mir: Statt das ganze Zeugs nur in irgendeine Cloud zu legen, könnte ich doch gleich eine App daraus machen.  Dann haben wir alle was davon. :)

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Status-Update

Ich gebe den Eintritt ins Gleitsichtzeitalter bekannt.

Neues Nasenfahrrad.

Brandneues Nasenfahrrad.

 

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