Ich krieg’n App.

Sagte irgendwann letzte Woche einer aus unserem iPad-Team und meinte sowas wie Plaque, Pickel oder “so’n Hals”. Gute Güte, was da alles schiefgehen kann, wenn man versucht, eine Tageszeitung zu einem digitalen Magazin zu machen.

Trotzdem gibt es die Frankfurter Rundschau jetzt dreifach: Auf Papier, online und als App auf dem iPad. Irgendwie passt das: Nach meinen Anfängen im Print habe ich neun Jahre fr-online.de gemacht – nun ist Zeit für was Neues, und die Gunst der Stunde hat mir einen Platz in dem Team beschert, das täglich das digitale Magazin erstellt. eMagazine geht mir noch nicht gut von den Lippen, muss ja auch nicht. Digitales Magazin ist mir sympathischer, oder meinetwegen App. Im Newroom nennt man uns auch die Äppler oder (i)Paddler.

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Mein Insel-ABC

Drei Wochen Usedom gehen zu Ende – Zeit für ein ganz persönliches Fazit.

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Die schönste Ecke Usedoms

Radler, kommst du nach Neuendorf, einem beschaulichen Örtchen auf der Usedomer Halbinsel Gnitz, machst an diesem herrlichen Flecken Erde eine Rast, atmest tief ein – und schnupperst den Geruch von Benzin, dann schau dich um: In deiner unmittelbaren Nähe steht ein Hochtank. Und drüben, am Horizont, eine Handvoll Erdölpumpen. Hä?

Erdöl auf Usedom? Stimmt wirklich: Auf einer Fläche von rund fünf Quadratkilometern unter dem Gnitz sind seit Mitte der 60er Jahre 1,3 Millionen Tonnen schwarzes Gold aus mehr als 2500 Metern Tiefe zutage gefördert worden. Wir befinden uns damit auf der größten bekannten Erdöllagerstätte der neuen Bundesländer – und in einer der schönsten Ecken Usedoms.

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Wo Göring und Mielke sich breitmachten

Die ältere Dame steht, auf einen Gehstock gestützt, an der Promenade von Bansin und schaut sich um. Seit den 50er Jahren kommt sie aus Berlin hierher, um auf Usedom Urlaub zu machen. Sehr viel habe sich seitdem verändert, erzählt sie – zu viel für ihren Geschmack. “Wissense – ik bin en schlichtes Jemüt. Früher hat mir dit besser jefalln hier.”

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Über die Grenze

Auf Usedom kann man die Staatsgrenze überschreiten, ohne es zu merken – jedenfalls, wenn man beim Radeln entlang der Ostsee nicht so genau hinschaut. Drei Kilometer südöstlich von Ahlbeck markiert nur eine kleine, sandige Schneise zwischen zwei Wäldern den Übergang vom deutschen zum polnischen Teil der Insel.

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Stralsund