Jagdtrieb
Ich bin ein großer Fan von Schnitzeljagden und Gelände-Rallyes aller Art. Das war ich schon immer. Meine halbe Kindheit und Jugend habe ich auf Schnitzeljagden verbracht – ja, ich kann mit Fug und Recht von mir behaupten, dass mir der Spaß am Verstecken, Suchen und Finden bereits in die Wiege gelegt wurde.
Was habe ich meine Gäste beneidet, nachdem ich sie letzten Sommer an meinem 40. Geburtstag auf einen Parcours durch den Wald geschickt hatte – ich selbst konnte ja leider nicht daran teilnehmen, weil ich a) meine Geschenke auspacken und b) sämtliche Bestandteile des Buffets vorkosten musste. Achso, und weil es mir leider nicht gelungen war, die Lösungen zu den Aufgaben, die ich mir für diese Schnitzeljagd ausgedacht hatte, rechtzeitig zu vergessen, um sie dann selbst wieder knacken zu können. Das bedaure ich am meisten. Annähernd genauso viel Freude wie am Schnitzel-Jagen habe ich nämlich am Schnitzel-Verstecken, und so kam die Bespaßung meiner Gäste an jenem Nachmittag wohl nur vor allem mir selbst zugute.
So war es nur eine Frage der Zeit, bis ich das Geocaching entdeckte.
MehrFrankfurt Story
Während Ihr hier darbt und Daily inzwischen Weekly (oder gar Monthly?) Mo heißen müsste, habe ich drüben bei meinem Brötchengeber ein neues Projekt gestartet. Wie schon bei den Droste-Briefen geht es auch in der Frankfurt Story darum, vergangene Zeiten aufleben zu lassen und Geschichte zeitgemäß darzustellen – in diesem Fall die Geschichte der Stadt, an deren Flussufer ich täglich meiner Arbeit nachgehe. Der Name des Projekts lehnt sich an “Berlin Story” an, einen meiner Lieblingsläden in der Hauptstadt.
Bei der Arbeit an diesem neuen Histo-Blog bin ich über einen interessanten Dienst gestolpert: xtimeline.com ermöglicht das Erstellen von Zeitleisten. Ideal für historische Projekte: Auf dem Zeitstrahl lassen sich auf recht komfortable Weise Ereignisse eintragen, mit Text-Beschreibung, Bild oder Video versehen und diskutieren. Man kann wählen, ob die eigene Zeitleiste öffentlich sichtbar ist, man kann zusätzliche Editoren zulassen, die den Zeitstrahl um weitere Ereignisse ergänzen, und die Arbeit sichern, indem man die Ereignisse im CVS- oder XML-Format herunterlädt. Das Einbinden in die eigene Website ist möglich, aber noch nicht ganz ausgereift; die nötige Breite der Zeitleiste dürfte viele Layouts sprengen. Im Frankfurt-Blog geht sie deshalb bis auf weiteres als Popup-Fenster auf.
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