Glos’sche Schule*
Der Gastautor beauftragt seine Sekretärin, im Sekretariat der Chefredaktion anzufragen, ob sein Text denn auch auf der Internetseite des Zeitungsverlags abrufbar ist. Die Chefredaktion leitet die Frage an die Online-Redaktion weiter – mit der Bitte um Beantwortung.
Und keine der beteiligten Personen kommt auf die Idee, einen Blick auf die Startseite zu werfen, wo der fragliche Text prominent platziert ist. (Das ist fast noch besser als die ausgedruckten Mails, die der Bote regelmäßig per Hauspost abliefert.) Kurz – ganz kurz nur – spielt die Online-Redaktion mit dem Gedanken, ihre Antwort auf ein “Ja” zu beschränken und in umgekehrter Reihenfolge zurücksenden zu lassen.
* “Ich hab Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen”
(Wirtschaftsminister Michel Glos)

Gefangen in der Routine? Zuständigkeits- oder gar Denkprobleme? Man sollte es eigentlich nicht glauben! :-)
Ich kenne einen Helden der Arbeit, der Massenmails ausdruckt und sie unkommentiert an “seine Mannschaft”, die im Verteiler explizit mit angegeben ist zufaxt, was aber dann wiederum per Fax-to-Mail-Server als tiff-File im Mail-Client landet. Meist kommt dann ein Anruf: Ich habe Ihnen ein Mail gefaxt…
Aber was du da schreibst ist ganz großes Kino..ehrlich. Ich kann es mir sooo gut vorstellen.
Auch nicht schlecht, deine Variante, Mikel. Ich tippe auf strukturelle Denkprobleme, Ultimonativ.
Zu Michel Glos:
So ein beneidenswerter Mensch! Ganz sicher hat er auch Leute die für ihn telefonieren, den Wagen fahren und auch welche, die für ihn denken!