Song Contest

Das erste Viertel der Dessous-Show formerly known as Grand Prix Eurovision de la Chanson ist durch, und der Sieger steht schon fest: Apple. Möchte wissen, was die dafür zahlen, dass in jedem Clip zwischen zwei Titeln die zappelnde iPod-Silhouette auftaucht?

Jetzt noch Malta, dann sind wir dran! (Sind wir nicht alle ein wenig… Texas?)

Mehr

Sternstunden der Fernsehberichterstattung III

Wunderbar gelandet. Da sind Fachleute an Bord.

N24-Kommentierung des soeben aufsetzenden A380 bei der Luftfahrtschau ILA in Berlin.

Mehr

In eigener Sache

Der ehemalige Chefredakteur der Berliner Zeitung, Uwe Vorkötter, wird neuer Chef der Frankfurter Rundschau. Vorkötter verlässt die Berliner Zeitung, weil er sich mit den neuen Eigentümern um den britischen Finanzinvestor David Montgomery (bei der Berliner Zeitung besser bekannt als “Heuschrecke”) nicht auf eine Strategie für die Zukunft habe einigen können. Bei der FR folgt Vorkötter auf Dr. Wolfgang Storz, von dem sich das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main, das die FR herausgibt, am Dienstag überraschend trennte.

Das ist kalter Kapitalismus in all its beauty. Dabei sagt man immer, die Sozis können sowas nicht. (dotcomtod)

Update: Stellungnahme der FR-Redaktion (heute auf Seite 1)

Mehr dazu:
Vom Regen in die Traufe
Der Wechsel
Vorkötter übernimmt Frankfurter Rundschau

Mehr

Sternstunden der Fernsehberichterstattung II

Sehr überraschende Überraschungen.

TV-Moderatorin nach der Bekanntgabe des WM-Kaders (N24? N-TV? Ich kann die Sender mit diesem Streu-Bombardement von Infoschnipseln in zwei Bildfenstern, dreifachem Ticker-Laufband und von vier Moderatoren aus fünf abgebrochenen Studiengängen einfach nicht auseinander halten.

Mehr

Die lieben Verwandten

Die lieben Verwandten

Neuseeland hat es getan, nun diskutiert auch Spanien auf Initiative der Regierung, ob es sich dem Projekt Großer Menschenaffe anschließt. In Medien wird das Ganze verkürzt abgehandelt unter der Schlagzeile: Menschenrechte für Menschenaffen?

Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und Bonobos, so die Idee der Initiative Great Ape Project des umstrittenen Philosophen Peter Singer , seien Menschen so ähnlich, dass ihnen die gleichen Grundrechte (Leben, Freiheit, körperliche Unversehrtheit) zugestanden werden sollten. Sie würden Gefühle zeigen, Werkzeuge benutzen, sie lebten in Beziehungen, hätten eine Wahrnehmung für die Vergangenheit und würden Pläne für die Zukunft machen. Wichtigstes Argument: Sie sind genetisch mit uns verwandt.

Manche Tiere sind eben gleicher – das wusste schon George Orwell. Und das ist es auch, was mich an der Initiative irritiert: Dass die genannten Kriterien eine Grundlage bilden sollen, um der einen Art mehr Rechte zuzubilligen als einer anderen. Dass sich das Ausmaß des Respekts vor einem Lebewesen an dessen Genen orientieren soll – und am Grad der Ähnlichkeit mit uns Menschen. Und dass wir Menschen wiederum uns das Recht nehmen, aus der unglaublichen Vielfalt der Schöpfung einige wenige Arten auszuwählen, denen wir ein Stückchen unserer Krone abgeben, während wir alle anderen weiterhin einsperren, ausbeuten, verletzen, quälen und töten, weil es uns von Nutzen ist. Oder weil uns einfach danach ist.

Vielleicht bemisst sich Menschsein auch an der bewussten Achtung vor dem Leben. Dann ist es aber im Grunde doch egal, ob dieses Leben einem Menschenaffen gehört oder der Fliege an der Wand.

Mehr

Kleine Freuden

Mir fällt gerade kein Grund ein, außerordentlich nervös zu sein, trotzdem zuckt seit einigen Tagen mein rechtes Augenlid wieder. Das macht es sonst eher in Zeiten von übermäßigem Stress. (Außer mir nimmt das kein Mensch wahr, was eigentlich schade ist, denn es sieht so aus, als würden meine Wimpern Cancan tanzen.) Diesmal verstehe ich es einfach mal als Ausdruck von (Vor-)Freude: Der erlebnisreichen Hamburg-Visite folgt demnächst ein Wochenende in Berlin und anschließend einige Tage Abenteuerurlaub: Eine Frau, ein Fahrrad, 350 Kilometer Strecke und eine anhaltend frische Brise aus Nordwest Südost.

Beim Mittagessen teilte Kollege O. mir gestern mit, dass Arbeit entgegen landläufiger Auffassung nicht Spaß machen müsse. Nein, nicht einmal Spaß machen könne, wie er bei brand eins gehört habe. Das hat eine gewisse Logik, denn so viele spaßige Jobs wie Spaß-am-Job-haben-Wollende gibt es ja gar nicht. Wir einigten uns darauf, dass Arbeit, wenn man denn überhaupt eine habe und welche auch immer das sei, zumindest leicht fallen, also den eigenen Stärken entsprechen sollte. Wenn nebenbei ein bisschen Spaß abfällt – umso besser.

Mehr