Tiefenschärfe
Sicher ist, dass mich das Fotografieren auch das “Sehen” gelehrt hat, oder besser, das genauere Hinsehen. Gerade in der heutigen Zeit, wo so viele visuelle Eindrücke an uns vorbeirauschen, ist die Fähigkeit sich auf einen kleinen Bildausschnitt konzentrieren zu können, genau hinzusehen, tiefere Schichten quasi “freizulegen”, indem man einer Person, einem Gegenstand oder auch einer Landschaft die Möglichkeit gibt sich vor unseren Augen zu entfalten, wichtig und nötig, um nicht irgendwann vor lauter visuellen Eindrücken im Grunde gar nichts mehr wahrzunehmen.
Liisa hat bei Blimage ein Interview über das Fotografieren gegeben.
“Jahrhunderte nach Marx”
Vorhang auf zu einer weiteren Folge unserer Reihe Pillepalle im Plenarsaal. Diesmal: Kasperle und der Kapitalismus. Was bisher geschah: Der rote Münte hat laut das K-Wort gesagt und dabei so komisch das Gesicht verzogen. Der gelbe Guido ist beleidigt und trommelt die ganze Laienschar zusammen, um mit dem roten Münte ein ernstes Wort über die Farbgebung von Heuschrecken zu reden. Mitten in die Debatte platzt plötzlich der Papst, doch noch bevor er ein mahnendes Wort an die Streithähne richten kann, wird von allen Seiten an seiner Soutane gezerrt… Aber lesen Sie selbst.
MehrExpedition in die Zukunft
Raubtierkapitalismus? Klar, erlebe ich jeden Tag! Der Pfandautomat zum Beispiel. Schluckt zwar meine leeren Flaschen, rückt aber mein Geld nicht raus. Und keiner da, bei dem man sich beschweren könnte. Deshalb gibts ja den Automaten, diesen gefräßigen Tiger.
MehrFreundschaft auf vier Pfoten
Nur so. Weil es ein Jahr her ist. Schon.
Zukunftsfähig
Bye bye, Marathon
Ich war soeben, ein wenig kreuzlahm von der Gartenarbeit, auf das heimische Sofa gesunken, als ich gewahr wurde: In Hamburg laufen sie an diesem Wochenende Marathon.
MehrDer Visa-Ausschuss im Privatfernsehen…
… und worüber die Zuschauer per Telefonvoting wirklich abgestimmt haben.
MehrTauschgeschäft
Notiz an mich: Von Budapest aus unbedingt einen Ausflug ins 20 Kilometer entfernte Städtchen Szentendre einplanen. Mediterranes Flair an der Donau, serbisch-orthodoxe Baudenkmäler, viel Kunst und Museen.
Der Tipp stammt von der Ungarin, die wir gestern zufällig an der S-Bahn aufgabelten. Sie fragte nach dem Ticketautomaten, und als wir merkten, dass sie die komplette Frankfurter Stadtansicht in die wenigen Stunden packen wollte, die ihr bis zum Abflug blieben, nahmen wir sie vorsorglich unter unsere Fittiche. Nicht auszudenken, wenn sie versehentlich in der Offenbacher City gestrandet wäre.
Box-Modell – erfolgreich gejätet
Gartenarbeit von mindestens vier Stunden Dauer ist hervorragend geeignet, um derweil im Kopf ein CSS-Problem für die anstehende Neugestaltung der Website einer Freundin zu lösen, an dem man zuvor am Schreibtisch zu verzweifeln drohte.
Wird diese Arbeit noch dazu in gebückter Haltung durchgeführt, fördert sie zugleich schlagartig das Verständnis für die viel beklagte Spargelernte-Unwilligkeit deutscher Arbeitsloser. (Aber darüber wundern wir uns ja eh nicht mehr, seitdem wir wissen, woran es liegt, dass Erntehelfer aus Polen so viel günstiger sind.)
Kein Weg nach Rom
Ich spöttele ja gerne über meine katholische Vergangenheit. Die Wahrheit ist: Sie hat tiefe Wurzeln geschlagen. Auch gut fünfzehn Jahre, nachdem ich vor einem lustlosen Beamten meinen Austritt aus der katholischen Kirche erklärt habe, regt sich noch Leben in diesem verschütteten Winkel meines Wesens. Als Christin habe ich mich immer gefühlt – der Katholizismus aber ist bei mir offenbar so etwas wie in Bernstein eingeschlossene Dinosaurier-DNA.
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