Mit mehr Sinnen genießen
Als eine, die vom Texten kommt, lasse ich mich immer wieder gerne beeindrucken von den Möglichkeiten des multimedialen Erzählens im Netz. Was da geht, zeigen nicht nur die Multimedia-Dossiers des Journalismus-Museums Newseum. Über Rufposten fand ich dieser Tage die mit O-Tönen unterlegte Slideshow Evenings at the Beach (Klick auf Related Files: Photogallery). Passend zum soeben zuende gegangenen Sommer.
MehrStehenbleiben gilt nicht
Glaub mir, in einem halben Jahr ist alles wieder wie früher, sagt ein Mann in dem Film September (gestern Abend, ZDF) zu seiner Frau, die über den Attentaten vom 11.9. schier verrückt zu werden droht.
Und so kam es ja auch.
So friedlich, ne
Neulich, auf einem Straßenfest, am anderen Ende des Tisches: Drei Damen im mittleren Alter, gut situierte Urlaubsbräune unter dem Makeup.
Dame 1: Also, wisst ihr: Das mit dem Buddhismus, ne. Das ist mir richtig nahe.
Dame 2: Ja, du, mir irgendwie auch. Dieser Gedanke, der dahinter steht.
Dame 1: Genau.
Dame 3: Der Weg ist das Ziel.
Dame 1: Ja, genau. So einfach auch, irgendwie. Und friedlich. Da ist gar keine Aggression und so. Gar nicht wie in anderen Religionen.
Dame 3 (nickt): Hmmm.
Dame 2: Ich mein, im Grunde ist es doch so: Von 100 Menschen, die du triffst, sind nur zwei wirklich gut. Und 80 sind scheiße.
Dame 1 und 3: nicken zustimmend
Was ist mit dem Rest? möchte ich an dieser Stelle fragen, verkneife es mir aber. Ich will mit Siebenstein diesen wunderbaren Tag und dieses leckere vietnamesische Essen genießen.
MehrEnde gut…?
Er ist wieder da. :-)
Er funktioniert! *jippih*
Und seine Festplatte ist definitiv zu klein! *kreisch*
Leben im Schrank
Es ist eigentlich ganz einfach, in Polen schwul zu sein. Voraussetzung ist lediglich, dass man nicht auf dem Land lebt, Verwandten und Nachbarn die eigene sexuelle Orientierung verheimlicht, dass man auf Händchenhalten verzichtet und auf jede demonstrative Inanspruchnahme seiner Rechte in der Öffentlichkeit, schreibt Martin Kraft in Der Osten wird rosa. Momentaufnahmen aus fünf Staaten des ehemaligen Ostblocks.
MehrBewegliches Gut
Herbst ists – und allüberall packen Blogger ihre Siebensachen. Ziehen um und weg und hin: aus Frankfurt oder Wuppertal nach München oder Berlin, oder gleich von einem Land ins nächste.
Was solls, in virtuellen Kreisen ist ja reichlich egal, in welcher Wand der Rechner hängt, an dem ein Blogger sitzt und postet. Hauptsache, der Link stimmt noch. Oder? Oder nicht?
Letzter Aufruf
Der Lauf für mehr Zeit, das 5000-Meter-Rennen durch die Frankfurter Innenstand zu Gunsten der Aids-Hilfe, rückt näher: Am 19. September Punkt 17 Uhr fällt der Startschuss. Dank eurer Hilfe ist bereits ein hübsches Sümmchen zusammen gekommen: Einige von euch haben meinen Lauf mit einer Spende für die Aidshilfe Frankfurt gesponsort. Nun naht der Kassenschluss – und deshalb hier noch einmal der Aufruf:
Wer hat noch nicht, wer will nochmal?
Ich löse derweil mein Versprechen ein und
Schweres Erbe
Im Nachlass meiner Mutter findet sich ein vergoldeter Männerring, in den jemand einst mit einem spitzen Gegenstand ein Wort und eine Jahreszahl geritzt hat:
DARNIZA 1943.
Vielleicht ein russischer Frauenname? Ich stellte mir eine heimliche Romanze meines Großvaters vor, von dem ich weiß, dass er ein oder zwei Jahre nach dem Krieg aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte. Ich lächelte. Dann gab ich den Namen in eine Suchmaschine ein. Und wurde fündig.






