Aus dem Verkehr gezogen
Es empfiehlt sich offenbar, mich nicht nur in der Redaktion, sondern auch hier krank zu melden – nicht, dass ihr denkt, ich sei während der Ebbe im Watt verschollen. Bin wegen meiner Schulter krankgeschrieben und rechtsseitig ruhiggestellt – und wenn meine Ärztin mich beim Tippen dieser Zeilen erwischt, nimmt sie das nächste Mal die ganz große Nadel. Also denn. *winkewinkemitlinks*
MehrEvolution

Herrjeh – was haben wir eigentlich getrieben, die letzten drei, vier Millionen Jahre?
MehrMo goes weekly
Ebbe im Kopf. Aber nur dort, am Bauchfell kratzt und zwickt mich vieles. Das Leben ist aufregend, im doppelten Sinn – schön aufregend, mit neuen Ideen, neuen Zielen, einer immer wieder neuen Liebe. Und buchstäblich aufregend, wenn ein altes Problem immer wieder aufs Neue den Kopf hervorreckt, kaum, dass man glaubte, es niedergekloppt zu haben. Irgendwo las ich mal so etwas: Wenn du aus einer Situation entkommen willst, musst du eine Bombe genau auf den Punkt schmeißen, an dem du gerade stehst. Und rennen. Hm.
Schade Gut, dass ihr davon kaum etwas mitbekommt. ;) Umgekehrt kriege ich momentan auch nur wenig mit von euch. Ohne die Handvoll abonnierte RSS-Feeds wäre es gar nichts. Aber die immerhin regelmäßig. Eure Referrer-Listen werden mich verraten.
Vielleicht sollte das hier umbenennen – in Weekly Mo?
Zeichensetzung
Jeder von uns braucht einen Leuchtturm. Wenn es das Leben gut mit dir meint, dann schenkt es dir einen. Er kann ein Fingerzeig sein, ein Leuchtfeuer, eine Kerze im Fenster – ein Zeichen, dass du fast zuhause bist. Er kann ein deutliches Wort zur rechten Zeit sein, oder ein Schweigen. Er kann ein Ziel sein, eine Vision, eine verrückte Idee. Er kann eine ans Bett gebrachte Tasse Kaffee am Morgen sein oder ein heißes Bad nach einem anstrengenden Tag. Oder einfach ein Blick, der dich wärmt.
Ich mag Leuchttürme. Ich habe zwei Dutzend im Regal, gleich neben dem Schiffsmodell und dem Globus. Und seit heute bin ich wieder um zehn Leuchttürme reicher. Sie kamen per Post – auf einer Karte, abgeschickt von einem lieben Menschen, der an mich gedacht hat.
Seltsame Woche
Milchmädchen laufen mit Taschenrechnern durch die Talkshows und verkünden, dass mehr Menschen einen Arbeitsplatz bekommen würden, wenn die, die bereits einen haben, ein paar Stunden länger im Büro oder am Fließband blieben. Zur gleichen Zeit entwickeln verzichtbereite Kollegen ein Jobsharing-Modell für ihre Abteilung, um wenigstens einen oder zwei Mitarbeiter vor der Kündigung zu bewahren.
Der Spiegel druckt seitenweise Bilder von Unfalltoten, aber was mich zu Tränen rührt, ist ein alter Song von Phil Collins und eine Umarmung dazu. Bin ich an den falschen Stellen dünnhäutig?
Endlich lässt sich das Pentagon dazu herab, die Haftgründe für die in Guantánamo einsitzenden “feindlichen Kämpfer” prüfen zu lassen – aber nicht etwa gerichtlich, sondern von einem Militärtribunal. Und der “Vertreter”, der jedem Häftling zur Seite gestellt wird, darf keinerlei juristische Kenntnisse besitzen.
Seltsames Wetter im übrigen. Aber ich werde nicht darüber meckern. Diesmal sind die anderen dran. ;)

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