Maßlos

Wenn man gelungene Aktionen wie diese sieht, dann kann man nachvollziehen, warum dieser Spieler 130.000 Euro in der Woche verdient. (TV-Kommentar während des Viertelfinals Schweden-Holland)
HALLO?
Ja, ich weiß: Dass im Profi-Sport jegliches Gefühl für Verhältnismäßigkeit flöten geht, ist kein neues Phänomen. Auf Kommentare wie diesen werden wir dagegen weiterhin vergeblich warten:
Wenn man die liebevolle und kompetente Betreuung der alten Leute sieht, dann kann man nachvollziehen, dass diese Pflegerin 1300 Euro in der Woche verdient.

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Wenns weiter nichts ist

Unionspolitiker fordern mehr Sex für die Rente.
Aber gerne.

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Die Stunde der Ausrufezeichen

Beckham… mit voller Wucht und gut zwei Meter drüber!!!! Rui Costa. In den Nachthimmel!!!!!!!!!!!!!!!!!! Alles wieder offen.
Torschütze Postiga. WAHNSINN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wie einst Panenka!!! Lupfer, James macht sich lang, Ist das frech!!!!!!!!!!!!!!!
Vassell… Verschießt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Rechts unten. Ricardo ist da und holt das Ding aus dem Eck. Und das alles ohne Handschuhe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! RICARDO!!!!!!!!!!!!!!!!!! 6:5 PORTUGAL!!!!!!!!!!! Der Keeper macht saich unsterblich!!!!

(alle Zitate aus dem Sport1-Liveticker)

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Kollateralschäden

Das jüngste Todesopfer der Gewalt in Irak scheint Muhsen Numan Musa al-Ardawy zu sein. Es war ein Baby – noch keinen Monat alt.
Das jedenfalls geht aus den Daten hervor, die Civic Worldwide hier zusammengestellt hat. Die dort abzurufende Liste der zivilen Opfer, die sich nach mehreren Kriterien, darunter Alter, sortieren lässt, hat mittlerweile eine längere Ladezeit. Die Grafik deaths by age & gender illustriert noch eindrücklicher, das der Anti-Terror-Krieg – und ebenso der so genannte Widerstand! – vor Kindern nicht Halt macht.
via Riverbend

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Nachtrag

Wen wunderts, wenn dies zur typischen Büro-Mimik wird?

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Vorsicht: Langjährige Kollegen neigen dazu, die Verhaltensweisen alter Ehepaare anzunehmen.

Eingetrocknete Milchkleckse, umgekippte Obstsäfte und ein Sack voller ehemaliger Lebensmittel, abgelaufen irgendwann zwischen 2001 und 2003: Eine gute Stunde hab ich gestern Abend damit verbracht, den Redaktionskühlschrank zu schrubben dekontaminieren. Der Morgen danach:

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Momentaufnahmen

New York 11. September, ein üppiger Band mit Bildern von 18 Magnum-Fotografen, fiel uns im Buchladen in die Hand. “Weißt du”, sagte ich noch zu Siebenstein, “mich stört, dass uns gerade dieses Ereignis mit Brachialgewalt ins Gedächtnis gemeißelt wird, während die ungezählten Katastrophen an anderen Orten der Welt es nicht wert scheinen, sich ihrer zu erinnern.” Sprachs, nahm den Band und ging damit zur Kasse.
Gänzlich entziehen kann man sich ihm offenbar nicht, dem Erinnern an diesen kollektiv erlebten Schrecken des 11. September. Die eindrücklichsten Bilder, das merke ich beim Durchblättern des Buches, sind die scheinbar unspektakulären: Die menschenleere, von Staub bedeckte und von Trümmern übersäte Lobby des World Financial Center, in die diffus das Sonnenlicht scheint. Der Mann, der trotzig im Dunst steht und konzentriert auf ein Blatt Papier starrt, als suche er dort eine Erklärung für das, was eben passiert ist. Die Motorhaube eines Autos, auf der jemand ein Lebenszeichen in den Staub geschrieben hat: “I survived. Moe.”

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Fiese Gerüche

Den schönsten Spieler der Europameisterschaft zu prämieren, ist eine fast unmögliche Aufgabe. Denn natürlich verströmt ein in dummfarbene Trikots gekleideter, völlig nass geschwitzter Mann im Großen und Ganzen eine Menge fieser Gerüche, aber niemals Sex.
Weiß Elke Wittich. Nach einer Woche EM sind auch zarteste Ansätze fußballerischer Attraktivität zunichte gemacht. Nicht nur Totti macht das Lama – auf den Rasen wird gespuckt, was die Mundschleimhaut hergibt. Den Claim abstecken, nennt das Jürgen Ahäuser in der FR. Die Franzosen, sie scheinen allesamt unter ein und dasselbe Flowbee geraten zu sein. Und Beckhams Tattoo sieht aus, als hätte er sich seit Wochen den Hals nicht gewaschen.
Gibt es noch Hoffnung auf einen Augenschmaus?

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Ohren betäubend

Ich kann es nicht mehr hören! Genauer gesagt: Ich will es nicht mehr hören. Nicht den wütenden Presslufthammer, der sich täglich zehn Stunden lang unmittelbar unter den Bürofenstern in den Asphalt bohrt, und das seit Wochen Monaten. Nicht die röhrenden Bagger, die zum Einsatz kommen, sobald der Presslufthammermann mal Pause macht. Und nicht die ratternden Generatoren, die die ganze Nerv tötende Geräuschkulisse permanent aufrecht erhalten.
Der Preis für Frischluftzufuhr in unserem Großraumbüro ist hoch: Vom Meeting gestern hab ich nur die Hälfte mitbekommen. Die andere Hälfte der Zeit hab ich irgendetwas ungehört in den Geräuschbrei gesprochen. Hoffentlich nicht nur Unsinn.

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Nebeneinkünfte

Nicht die schlechteste Art, sich was dazu zu verdienen…

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