Gestandene Männer

Es stimmt: Ich gäb was drum, den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten spätestens nach der kommenden Wahl zurück im Kuhstall seiner Ranch in Texas zu wissen. Der aktuellen Kampagne der Demokraten kann ich dennoch nichts abgewinnen: Im Vorwahlkampf für die Präsidentschaftskandidatur wird jetzt ausgerechnet Bushs Drückebergerei vor dem Militärdienst gegen ihn ins Feld geführt.
Ich habe noch nie verstanden, dass eine Brust voller militärischer Orden jemanden besonders geeignet macht, eine Nation zu führen. Und ebenso wenig will mir in den Kopf, dass jemand, der dem öden Strammstehen nichts abgewinnen kann und stattdessen lieber blau macht, sich automatisch für das Amt des Präsidenten disqualifiziert.
Nun mag ja Hintergrund der Kampagne sein, Bushs Faible für die Feldherren-Pose als das zu enttarnen, was es ist: reine Show. Trotzdem: Wenn die Liste der Dinge, die für das wichtigste Amt dieses Planeten qualifizieren, statt dem Willen zum Töten zum Beispiel die Fähigkeit zum Windelwechseln enthielte, wäre mir wohler.
Bushmesser: Spiegel online misst Bushs Chancen für die Wiederwahl.

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